Die kurze Antwort
Halt dich an das, was auf der Flasche steht. Für geöffnete alkoholfreie Getränke gibt es keine einheitliche Haltbarkeit — sie verhalten sich eher wie Saft als wie Spirituosen.

Ohne Alkohol fehlt der Schutz
Alkoholfreie Spirituosenalternativen halten sich anders als Spirituosen. Die Gewohnheit, eine offene Flasche wochenlang bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, kannst du nicht übertragen.
Der Grund ist einfach: Alkohol konserviert. Ab etwa 20 Prozent bremst er Keime so weit, dass eine offene Flasche monatelang unbedenklich steht. Fehlt der Alkohol, fehlt dieser Schutz. Übrig bleibt ein wasserhaltiges, oft zuckerhaltiges Getränk, das sich wie ein geöffneter Saft verhält.
Die Flaschenform täuscht dabei. Eine alkoholfreie Alternative sieht aus wie eine Spirituose, ist aber ein Lebensmittel mit begrenzter Frist. Aufmachen, hinstellen, gelegentlich benutzen — das geht hier nicht.
Eine einfache Routine
Lies vor dem Öffnen nach, ob das Getränk in den Kühlschrank muss und wie lange es sich hält. Schreib das Öffnungsdatum auf die Flasche, mach sie wieder zu und benutze saubere Gläser. Reste aus dem Glas gehören nicht zurück in die Flasche.
Eine große Flasche lohnt nur, wenn du sie auch leer bekommst. Für seltene Cocktails ist eine kleine sinnvoller. Wenn dir etwas komisch vorkommt oder du nicht weißt, wie lange sie offen stand, frag beim Hersteller nach. Daran riechen allein reicht nicht.
Ein Filzstift am Flaschenhals ist die halbe Lösung. Ohne Datum schätzt man, und beim Schätzen irrt man zugunsten der Flasche. Mit Datum ist die Frage in zwei Sekunden beantwortet.

Woran du merkst, dass etwas nicht stimmt
Trübung, die vorher nicht da war. Ein Zischen beim Öffnen einer stillen Flasche. Ein säuerlicher Geruch. In allen drei Fällen gehört der Inhalt weg, auch wenn das Datum noch stimmt.
Umgekehrt heißt unauffällig nicht automatisch in Ordnung. Genau deshalb steht am Anfang die Angabe des Herstellers und nicht dein eigener Eindruck.