Die kurze Antwort
Arabica und Robusta sind zwei verschiedene Kaffeearten. Sie sagen dir etwas über den Rohstoff, aber längst nicht alles darüber, wie dein Kaffee schmeckt.

Die Bohnenart ist nur der Anfang
Arabica heißt botanisch Coffea arabica, Robusta heißt Coffea canephora. Die National Coffee Association führt beide als die wichtigen Handelsgruppen. Wie der Kaffee am Ende schmeckt, entscheidet sich aber erst bei Verarbeitung, Röstung und Zubereitung.
Die beiden wachsen auch unterschiedlich: Arabica steht höher, reift langsamer und ist empfindlicher. Robusta kommt mit Wärme und Schädlingen besser zurecht und bringt mehr Ertrag. Daher der Preisunterschied, und daher auch der Ruf, Robusta sei die schlechtere Bohne.
100 Prozent Arabica sagt nichts über den Geschmack
Die Aufschrift 100 Prozent Arabica beschreibt nur, was drin ist. Ob dir Säure, Duft und Mundgefühl gefallen, steht damit nicht fest. Auch eine Mischung mit Robusta kann genau dein Stil sein.
Schließ also keine Art von vornherein aus. Probier den fertigen Kaffee und sag im Laden, wie du ihn trinkst: schwarz aus dem Filter, als Espresso oder mit Milch. Damit bekommst du schneller eine passende Empfehlung als mit der Frage nach der Bohnenart.
Im italienischen Espresso gehört ein Anteil Robusta dazu, und das ist kein Sparen am falschen Ende. Er gibt mehr Körper, eine haltbarere Crema und den kräftigen Abgang, den viele am Espresso mögen. Eine reine Arabica-Mischung kann dafür zu zart sein.
In einem Punkt legt die Bohnenart sich wirklich fest: Robusta enthält etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica.
