Zubereitung
- Weißwein und Glas vorkühlen.
- Crème de Cassis ins Glas geben.
- Mit Weißwein ergänzen und bei Bedarf vorsichtig verbinden.
Wie schmeckt er?
Du schmeckst zuerst die schwarze Johannisbeere. Der Likör ist süß und sehr fruchtig, er riecht schon aus dem Glas heraus. Direkt dahinter kommt der Weißwein mit seiner Säure und nimmt die Süße zurück. Weil auf neunzig Milliliter Wein nur zehn Milliliter Likör kommen, bleibt der Kir trotz allem ein Weindrink. Er ist leicht, spürbar süßer als reiner Wein und angenehm fruchtig. Alkohol schmeckst du kaum heraus. Kalt serviert wirkt er frisch, zu warm getrunken drängt sich die Süße nach vorn.
Wann passt er?
Der Kir ist der Aperitif für Leute, die keine starken Cocktails wollen. Er passt vor dem Essen, zu Gesprächen und auf jeden Empfang. Auch Weintrinker, die Cocktails sonst meiden, greifen hier zu. Für einen langen Abend ist er gut geeignet, weil er leicht bleibt. Zu kräftigen Gerichten passt er weniger, dafür ist er zu fruchtig.
Worauf es ankommt
Nimm einen wirklich trockenen Weißwein. Ein halbtrockener Wein plus süßer Likör ergibt zusammen schnell zu viel Süße. Gib den Cassis zuerst ins Glas und fülle dann mit Wein auf, so vermischt sich alles von selbst. Kühle beides vorher. Mit Champagner statt stillem Wein wird daraus die Kir-Royal-Variante, dann langsam und schräg eingießen, damit die Perlen bleiben.

Woher der Drink kommt
Der Kir trägt den Namen von Félix Kir. Als Bürgermeister von Dijon machte er die Mischung bekannt. Erfunden hat er sie aber wohl nicht: Weißwein und Cassis wurden schon vorher zusammengebracht. Sein Name steht deshalb eher für die Verbreitung als für die Erfindung. Der Drink blieb, weil er so einfach ist. Wer statt stillem Wein Champagner nimmt, landet bei der bekannten Kir-Royal-Variante. Zwei Zutaten, ein Glas, kein Werkzeug. Das erklärt, warum man ihn überall findet, wo es Weißwein und Cassis gibt.
