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Pisco · Wein · Schütteln

Pisco Punch

Der Pisco Punch verbindet Traubenbrand mit Ananas, Zitrone und einer Nelkennote. Trockener Weißwein verlängert ihn, ohne dass Soda dazukommt. Das Ergebnis schmeckt fruchtig, würzig und trotzdem erwachsen.

Stand: · San Francisco, historische Punch-Tradition

Pisco Punch im großer Kelch

Zubereitung

  1. Nelken mit dem Sirup im Shaker sanft andrücken. Pisco, Ananas- und Zitronensaft hinzufügen.
  2. Mit Eis kräftig schütteln und durch Barsieb und feines Sieb in den vorgekühlten Kelch abseihen.
  3. Weißwein hinzufügen und behutsam verrühren.

Wie schmeckt er?

Ananas kommt zuerst, süß und saftig. Gleich dahinter meldet sich die Nelke mit ihrer warmen, fast weihnachtlichen Würze, und sie bleibt lange. Zitrone sorgt für Säure, der Zuckersirup hält sie im Zaum. Pisco ist ein Brand aus Trauben, deshalb schmeckt die Basis blumig und traubig. Der trockene Weißwein macht den Drink leichter und zieht ihn ins Herbe. Trotzdem stecken 60 Milliliter Pisco darin, der Punch ist kein harmloses Fruchtgetränk. Im Abgang bleiben Gewürz und Traube nebeneinander stehen.

Wann passt er?

Der Pisco Punch passt zu geselligen Runden und zu langen Abenden am Tisch. Er ist fruchtig genug für Einsteiger, aber die Nelke macht ihn eigenwillig. Wer Gewürze im Getränk nicht mag, sollte lieber einen einfachen Sour wählen. Vor dem Essen funktioniert er, danach ebenso. Weil Wein und Brand zusammenkommen, wirkt er stärker, als die Frucht vermuten lässt.

Worauf es ankommt

Drücke die Nelken nur ganz leicht an. Sie geben sehr schnell sehr viel ab, und zu viel Nelke überdeckt alles andere. Seihe anschließend doppelt ab, durch Barsieb und feines Sieb, damit keine harten Stücke im Glas landen. Den Weißwein rührst du erst im Kelch unter, nicht im Shaker. Nimm einen wirklich trockenen Wein, sonst wird der Punch zusammen mit dem Sirup zu süß.

Pisco Punch — Detail

Woher der Drink kommt

Der Pisco Punch gehört zur historischen Barkultur von San Francisco. Dort traf importierter südamerikanischer Traubenbrand auf die Punch-Tradition. Wie das Original genau gemischt wurde, ist nicht durchgehend dokumentiert. Die Einzelheiten blieben unveröffentlicht, und spätere Rekonstruktionen unterscheiden sich deutlich voneinander. Diese Fassung mit Ananas, Nelken und Weißwein ist deshalb eine Auslegung der Familie. Sie beansprucht nicht, die Urrezeptur zu sein. Wer sie probiert, bekommt trotzdem einen guten Eindruck davon, wie solche Punches gebaut waren.

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