Zubereitung
- Whiskey, Zitrone, Sirup und pasteurisiertes Eiweiß mit reichlich Eis kräftig schütteln. Den Rotwein zurückhalten.
- Auf frische Eiswürfel in einen gekühlten Tumbler abseihen.
- Rotwein langsam über den Rücken eines Löffels auf die Oberfläche geben.
- Zum Abschluss garnieren: Zitronen- oder Orangenzeste und Cocktailkirsche.
Wie schmeckt er?
Oben liegt der Rotwein, und genau den schmeckst du zuerst: dunkle Frucht und ein trockenes, leicht pelziges Gefühl auf der Zunge. Darunter wartet der Sour. Zitrone macht ihn sauer, der Zuckersirup fängt die Säure wieder auf. Der Whiskey bringt Würze und Fassnoten mit, mit 60 Millilitern ist er die klare Hauptzutat. Das bisschen Eiweiß schmeckt man nicht, es macht den Drink nur weich und legt einen feinen Schaum obenauf. Je weiter du trinkst, desto mehr mischen sich Wein und Sour.
Wann passt er?
Der Drink passt nach dem Essen oder an einen langen Abend. Mit 60 Millilitern Whiskey ist er kräftig, trotzdem nicht schwer zu trinken. Wer Rotwein mag, aber mit purem Whiskey fremdelt, findet hier einen guten Einstieg. Auch am Tisch macht er sich gut, weil die zwei Schichten auffallen. Für sehr Süßes ist er nicht gedacht.
Worauf es ankommt
Der Rotwein kommt erst nach dem Schütteln ins Glas. Gieße ihn langsam über den Rücken eines Barlöffels, dicht über die Oberfläche. So bleibt er als Schicht liegen. Wer ihn einfach hineinkippt oder danach umrührt, bekommt einen trüben Mischdrink ohne den schönen Verlauf. Schüttle außerdem kräftig, damit das Eiweiß den feinen Schaum bildet, auf dem der Wein aufliegen kann.

Woher der Drink kommt
Whiskey Sours mit Rotwein liefen früher unter mehreren Namen. Manche Erzählungen verbinden sie mit Chicago. Die Bezeichnung New York Sour setzte sich erst später durch. Der Name allein beweist deshalb keinen Erfindungsort. Sicher ist nur, was im Glas passiert: Ein bekanntes Sour-Prinzip aus Spirituose, Säure und Zucker bekommt oben eine Lage Wein. Das ergibt Frucht, etwas Gerbstoff und einen anderen ersten Eindruck. Genau dieser Kunstgriff unterscheidet ihn vom einfachen Whiskey Sour, und er kostet nur einen Löffel Arbeit.
