Zubereitung
- Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
- Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
- Zum Abschluss garnieren: frisch geriebene Muskatnuss.
Wie schmeckt er?
Zuerst schmeckt man Schokolade. Der braune Kakaolikör bringt viel Süße mit, die Sahne legt sich weich darüber. Dadurch fühlt sich der Drink dick und samtig an, fast wie kalte Trinkschokolade. Der Cognac kommt erst danach durch und bringt Wärme und eine leichte Schärfe ins Spiel. Säure fehlt ganz: Im Rezept ist keine Zitrone und kein Saft, deshalb wirkt nichts frisch oder spritzig. Zwei von drei Teilen sind Alkohol, der Drink ist also stärker, als die Sahne vermuten lässt. Am Ende bleibt die geriebene Muskatnuss, die würzig und trocken nachklingt.
Wann passt er?
Der Alexander passt nach dem Essen, wenn der Nachtisch schon gegessen ist oder ihn gleich ersetzt. Wer Kaffee mit Sahne mag oder Schokolade liebt, versteht ihn beim ersten Schluck. Für Einsteiger ist er leicht zugänglich, weil nichts bitter oder sauer schmeckt. Vor dem Essen ist er dagegen die falsche Wahl: So viel Sahne und Zucker nehmen den Appetit.
Worauf es ankommt
Reibe die Muskatnuss erst über den fertigen Drink. So kommt ihr Duft direkt in die Nase, und das gehört zum Alexander dazu. Halte dich beim ersten Mal genau an die drei gleichen Teile. Ein sehr schwerer, süßer Kakaolikör deckt den Cognac sonst zu. Schüttle mit viel Eis kräftig durch, sonst bleibt die Sahne dünn und der Drink lau.

Woher der Drink kommt
Der Alexander stammt aus der frühen Cocktailkultur des 20. Jahrhunderts. In den ersten gedruckten Rezepten steht Gin als Basis. Die Fassung mit Cognac kennt man heute unter dem Namen Brandy Alexander. Wer den Drink zuerst gemischt hat, ist nicht geklärt. Gleich mehrere Erzählungen beanspruchen die Erfindung für sich. Sicher ist nur das Bauprinzip, und das blieb über die Jahrzehnte gleich: Eine Spirituose trifft auf Kakao und Sahne. Gewechselt hat im Lauf der Zeit die Basis, nicht die Idee.
