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Cognac · Rühren

Stinger

Zwei Zutaten, sonst nichts: Cognac und weißer Minzlikör, kalt gerührt und ohne Eis serviert. Der Stinger ist stark und süß zugleich, mit einem kühlen Minzzug am Schluss.

Stand: · USA, frühes 20. Jahrhundert

Stinger im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten mit reichlich Eis in ein Rührglas geben.
  2. Mit einem langen Löffel rühren, bis die Mischung gut kalt und leicht verdünnt ist, als Ausgangspunkt etwa 20–30 Sekunden.
  3. Durch ein Barsieb ohne das Rühreis ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Minzblatt nach Wunsch.

Wie schmeckt er?

Der Stinger schmeckt wie ein starkes Bonbon. Vorn steht der Cognac mit seinen warmen Noten aus dem Fass, dahinter drängt sofort die Minze. Der Likör bringt viel Zucker mit, deshalb ist der Drink deutlich süß. Säure gibt es keine, kein Saft, keine Zitrone. Das macht ihn dicht und konzentriert. Die Minze wirkt wie Kälte im Mund und hält bis zum letzten Schluck an. Im Glas landen nur 70 Milliliter, verdünnt allein durch das Schmelzwasser beim Rühren. Den Alkohol spürst du deshalb, auch wenn der Zucker ihn abpolstert.

Wann passt er?

Den Stinger trinkst du nach dem Essen, nicht davor. Er ersetzt den Espresso und das Dessert in einem. Am besten passt er spät am Abend, in kleinen Schlucken. Für Einsteiger ist er grenzwertig: kein Saft, keine Verlängerung, dafür viel Zucker und viel Alkohol. Wer gern Weinbrand pur trinkt und Minze mag, findet hier einen alten Freund.

Worauf es ankommt

Nimm weißen Minzlikör, keinen grünen. Grüner färbt den Drink ein, und je nach Marke schmeckt er auch anders. Rühr lange genug, ungefähr 20 bis 30 Sekunden. Das Schmelzwasser gehört zum Rezept, denn ohne Verdünnung wird die Mischung zu scharf und zu klebrig. Kühl die Schale vorher vor. Der Stinger kommt ohne Eis ins Glas und erwärmt sich sonst schnell.

Stinger — Detail

Woher der Drink kommt

Der Stinger ist seit dem frühen 20. Jahrhundert belegt. Bekannt wurde er vor allem im amerikanischen Gesellschaftsleben. Neu erfunden hat ihn aber wohl niemand aus dem Stand: Weinbrand mit Minzlikör wurde schon vorher zusammen getrunken. Berühmte Liebhaber tauchen in vielen Erzählungen auf, und keiner von ihnen ist damit automatisch der Erfinder. Interessant bleibt die Bauweise. Zwei Aromen, die eigentlich nicht zusammengehören, ergeben hier einen eigenständigen Klassiker. Er ist kurz, er ist direkt, und er braucht keine dritte Zutat.

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