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Schaumwein · Rühren

Bellini

Weißes Pfirsichpüree und kalter Prosecco, mehr braucht der Bellini nicht. Er schmeckt fruchtig und mild, und das Püree gibt ihm eine leicht sämige Textur im Mund.

Stand: · Venedig, Harry’s Bar

Bellini im Sektglas

Zubereitung

  1. Pfirsichpüree und Prosecco gut vorkühlen.
  2. Püree in ein Rührgefäß mit Eis geben. Prosecco langsam ergänzen und sehr vorsichtig verbinden.
  3. Ohne das Eis in ein gekühltes Sektglas gießen. Nicht schütteln.

Wie schmeckt er?

Pfirsich steht ganz vorn. Weißer Pfirsich schmeckt mild und wenig sauer, deshalb bleibt der Drink weich. Der Prosecco bringt Kohlensäure und eine feine Säure mit und hält die Frucht davon ab, süßlich zu werden. Im Mund fühlt sich ein Bellini nicht an wie klarer Schaumwein: Das Püree macht ihn sämig und leicht trüb. Perlen tut er trotzdem, nur zurückhaltender als purer Prosecco. Kräftig wirkt er nicht, denn der Schaumwein ist die einzige Alkoholquelle und wird vom Fruchtmark verdünnt. Wie gut das Glas am Ende schmeckt, hängt fast ganz am Pfirsich.

Wann passt er?

Der Bellini ist ein Drink für den Tag: zum Brunch, zum Anstoßen, für den Geburtstag am Vormittag. Er schmeckt mild, der Alkohol tritt in den Hintergrund, und Gewöhnung braucht er keine. Einsteiger kommen sofort zurecht, weil nichts bitter und nichts scharf ist. Magst du es trockener, nimm etwas weniger Püree, sonst gerät dir der Drink zu süß.

Worauf es ankommt

Stelle beides vorher kalt, Püree und Prosecco. Kaltes hält die Kohlensäure besser, Warmes schäumt über den Glasrand. Gieße den Prosecco langsam am Rand entlang zum Püree und rühre nur kurz. Kräftiges Rühren oder gar Schütteln treibt die Perlen aus dem Drink. Prüfe bei fertigem Püree aus dem Handel den Zucker: Stark gesüßtes Mark macht den Bellini pappig.

Bellini — Detail

Woher der Drink kommt

Der Bellini ist mit Giuseppe Cipriani und der Harry’s Bar in Venedig verbunden. Seinen Namen hat er vom venezianischen Maler Giovanni Bellini. Die zarte Farbe des Drinks soll an dessen Malerei erinnert haben. So entstand aus weißen Pfirsichen und Prosecco ein Cocktail mit nur zwei Zutaten. Genau darin liegt seine Schwierigkeit: Es gibt nichts im Glas, hinter dem sich mäßige Frucht verstecken könnte. Ein Bellini wird so gut wie der Pfirsich, aus dem man ihn macht. Eine lange Zutatenliste ersetzt das nicht.

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