Zubereitung
- Würfelzucker ins Sektglas legen und mit den Bitters tränken.
- Cognac und gegebenenfalls wenige Tropfen Grand Marnier hinzufügen.
- Den kalten Champagner langsam angießen. Nicht schütteln.
- Zum Abschluss garnieren: Orangenzeste und Cocktailkirsche.
Wie schmeckt er?
Am Anfang schmeckst du vor allem Champagner: trocken, kalt und voller Bläschen. Die zwei Spritzer Angostura legen eine würzige Bitterkeit darunter. Zehn Milliliter Cognac geben Wärme und etwas Tiefe, drängen sich aber nicht nach vorn. Dann beginnt der Zuckerwürfel zu arbeiten. Er löst sich vom Boden her auf, und mit jedem Schluck wird es ein Stück süßer. Der letzte Rest schmeckt deutlich süßer als der erste Schluck. Stark ist der Cocktail nicht, denn 90 Milliliter Schaumwein bestimmen die Menge im Glas.
Wann passt er?
Ein Drink für den Empfang, den Anstoß, den Beginn einer Feier. Er ist leicht zu mögen, denn Schaumwein bleibt die Basis und der Cognac ist klein dosiert. Wer gern Sekt trinkt, kommt damit gut zurecht. Etwas Geduld braucht es trotzdem, weil sich der Geschmack während des Trinkens verschiebt. Zum Essen passt er kaum, davor umso besser.
Worauf es ankommt
Tränke den Zuckerwürfel zuerst mit den Bitters und gib erst danach den Schaumwein dazu. In dieser Reihenfolge liegt der ganze Reiz, denn nur so löst sich der Würfel langsam auf. Gieße den Champagner am Glasrand entlang, schütte ihn nicht hinein. Sonst schäumt er über und verliert seine Kohlensäure. Rühren musst du gar nicht.

Woher der Drink kommt
Der Champagne Cocktail gehört zu den frühen Cocktailformen, die man im 19. Jahrhundert schon schriftlich festhielt. Die Idee dahinter ist einfach. Ein fertiges, für sich gutes Getränk bekommt durch Zucker und Bitters zusätzliche Würze. Der Cognac steht in dieser Fassung fest im Rezept, die alten Vorlagen sind an diesem Punkt jedoch nicht einheitlich. Besonders macht ihn etwas anderes: Er bleibt nicht gleich. Weil sich der Zucker über Minuten löst, gehört die Zeit bei diesem Cocktail zum Rezept dazu.
