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Rum · Cognac · Schütteln

Between the Sheets

Rum und Cognac teilen sich die Basis, Orangenlikör verbindet die beiden, Zitrone hält dagegen. Between the Sheets ist ein kräftiger, trockener Zitruscocktail in der Art eines Sidecar.

Stand: · Zwischenkriegszeit

Between the Sheets im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.

Wie schmeckt er?

Der erste Schluck schmeckt zitronig und trocken. Süße kommt allein vom Orangenlikör, und sie reicht gerade, um die Säure aufzufangen. Dahinter arbeiten zwei Spirituosen gleichzeitig: Weißer Rum bringt eine leichte Zuckerrohrnote, Cognac steuert Wärme und Holznoten bei. Der Orangenlikör legt sich als Bindeglied dazwischen und lässt beide zusammenpassen. Stark ist der Drink auf jeden Fall. Auf 90 Milliliter Spirituose kommen nur 20 Milliliter Saft, und das schmeckt man. Eiskalt getrunken wirkt er trotzdem schlank, weil nichts Cremiges oder Klebriges im Glas ist.

Wann passt er?

Between the Sheets gehört in den späteren Abend und in ein kleines Glas. Nach dem Essen passt er besser als davor. Wer Sidecar oder Daiquiri mag, findet sich sofort zurecht. Einsteiger sollten wissen, worauf sie sich einlassen: Der Cocktail schmeckt frisch und harmlos, ist aber stark, und der zweite geht schnell einen zu weit.

Worauf es ankommt

Nimm frisch gepressten Zitronensaft und keinen fertigen Sour-Mix. Fertigmischungen sind gesüßt, und Süße bringt der Orangenlikör schon genug mit. Schüttle kräftig mit festen Eiswürfeln, zehn bis fünfzehn Sekunden reichen. Zu langes Schütteln wässert den Drink, zu kurzes lässt ihn scharf wirken. Kühle die Schale vor, denn im Glas liegt später kein Eis mehr.

Between the Sheets — Detail

Woher der Drink kommt

Den Namen Between the Sheets gibt es seit der Zwischenkriegszeit, doch er stand nicht immer für dieselbe Mischung. Frühe gedruckte Fassungen arbeiten teils mit Gin und Rum. Erst später setzte sich die Verbindung aus Rum und Weinbrand durch, die heute vertraut ist. Mehrere Bars beanspruchen die Herkunft für sich; entschieden ist die Frage nicht. Die Ähnlichkeit zum Sidecar fällt schnell auf, denn auch dort treffen Orangenlikör und Zitrone auf einen Brand. Der Unterschied liegt darin, dass sich hier zwei Spirituosen die Basis teilen.

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