Zubereitung
- Honig mit Wasser und Limettensaft vollständig verrühren.
- Die Mischung in den Becher geben und grob zerstoßenes Eis hinzufügen.
- Aguardiente eingießen und von unten nach oben gut verrühren.
- Zum Abschluss garnieren: Limettenspalte.
Wie schmeckt er?
Der erste Eindruck ist süß. Das kommt vom Honig, und der süßt anders als Zucker: voller und etwas würziger. Gleich danach zieht die Limette die Süße wieder gerade. Der Zuckerrohrbrand steht kräftig dahinter, wird aber von 50 Millilitern Wasser und viel zerstoßenem Eis gebremst. Deshalb schmeckt die Canchanchara trotz 60 Millilitern Brand nicht hart, sondern rund. Im Mund wirkt sie etwas dicker als ein Sour mit Sirup, weil Honig mehr Körper mitbringt. Am Ende bleibt ein süßer Nachgeschmack auf der Zunge.
Wann passt er?
Ein Getränk für den Nachmittag oder den frühen Abend. Honig und Wasser machen es weicher als die meisten kurzen Rum-Drinks, deshalb kommen auch Einsteiger gut damit zurecht. Wer Honig im Tee mag, mag ihn hier ebenfalls. Weniger passend ist die Canchanchara für alle, die es knochentrocken mögen. Süße gehört zum Kern dieses Rezepts.
Worauf es ankommt
Löse den Honig zuerst in Wasser und Limettensaft auf, bevor Eis ins Glas kommt. Kalter Honig wird zäh und bleibt sonst als Klumpen am Boden liegen. Die ersten Schlucke schmecken dann dünn, die letzten viel zu süß. Rühre zum Schluss von unten nach oben durch, damit sich der Brand gleichmäßig verteilt.

Woher der Drink kommt
Die Canchanchara gehört zu Kuba und wird mit den Unabhängigkeitskämpfen des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. Wann genau sie entstand, erzählen die Quellen unterschiedlich. Ein sicheres Datum gibt es nicht. Sie ist eine alte und sehr schlichte Idee: Zuckerrohrbrand, Honig, Zitrus und Wasser, mehr braucht es nicht. Genau dieses Muster findest du später in den kubanischen Rum-Sours wieder. Nimmst du heute einen gereiften Rum, hast du bereits eine bewusste Abwandlung im Glas und nicht mehr die alte Fassung.
