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Lexikon/Cocktails

Whisky · Rühren

Boulevardier

Whiskey, roter Bitterlikör und süßer Wermut, gerührt und ohne jeden Saft. Der Boulevardier schmeckt bitter und kräftig, durch die Fasswürze des Whiskeys aber wärmer und runder als ein Negroni.

Stand: 17. September 2026 · Paris, 1920er-Jahre

Boulevardier im Cocktailschale

Zutaten

  • 45 mlBourbon oder Rye Whiskey
  • 30 mlCampari
  • 30 mlsüßer roter Wermut
Glas
Cocktailschale
Methode
Rühren
Garnitur
Orangenzeste, alternativ Zitronenzeste
Geschmack
bitter, kräftig
Kalorien
ca. 210 kcal je Drink

Wie findest du das Rezept?

4,6 · 18 Bewertungen

  • Amelie · September 2026

    Die Mischung aus Whiskey und Campari und süßer Wermut geht erstaunlich gut zusammen.

  • Hannah · September 2026

    Mir gefällt, dass der Alkohol nicht alles überdeckt. Nicht ganz rund, aber interessant.

  • David · September 2026

    Ich mag hier vor allem Campari und süßer Wermut; das macht den Drink irgendwie eigenständig.

  • Dominik · September 2026

    Der Whiskey ist direkt da, aber Campari und süßer Wermut bleibt trotzdem schön im Hintergrund.

  • Julia · September 2026

    Sehr kalt hat er mir deutlich besser gefallen. Für mich eher was für später am Abend.

  • Mats · September 2026

    Die bitter und warm Richtung ist hier genau mein Ding.

  • Eva · September 2026

    Ich würde ihn mit etwas mehr Verdünnung nochmal testen.

  • Jannik · September 2026

    Etwas weniger bitter hätte ich persönlich lieber gehabt.

  • Sophie · September 2026

    Der Whiskey wirkt nach dem ersten Schluck fast stärker als beim Nachtrinken.

  • Stefan · September 2026

    Das Verhältnis von Spirituose zu den weicheren Noten passt für mich. Das hatte ich so nicht erwartet.

  • Sarah · September 2026

    Bei mir dürfte Campari und süßer Wermut ruhig noch ein bisschen stärker rauskommen. Mit etwas mehr Zeit im Glas verändert sich der Eindruck.

  • Matteo · September 2026

    Die Aromen von Säure hält das Ganze schön zusammen. Die Campari und süßem Wermut bleiben bei mir ziemlich lang hängen.

  • Helena · September 2026

    Die Aromen von Campari und süßem Wermut kommen schön spät und bleiben dann eine Weile.

  • Noah · September 2026

    Der Drink ist kleiner als erwartet, geschmacklich aber gar nicht klein.

  • Victoria · September 2026

    Ich hätte nicht gedacht, dass Whiskey so gut mit Campari und süßer Wermut funktioniert.

  • Frida · September 2026

    Die Säure hält das Ganze schön zusammen. Das hatte ich so nicht erwartet.

  • Kathrin · September 2026

    Ich finde ihn gelungen, auch wenn Whiskey für meinen Geschmack etwas zu kräftig ist. Der Nachhall hat mir dabei am meisten gefallen.

  • Lukas · September 2026

    Ich war bei Campari und süßer Wermut erst skeptisch, aber das funktioniert.

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten mit reichlich Eis in ein Rührglas geben.
  2. Mit einem langen Löffel rühren, bis die Mischung gut kalt und leicht verdünnt ist, als Ausgangspunkt etwa 20–30 Sekunden.
  3. Durch ein Barsieb ohne das Rühreis ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Orangenzeste, alternativ Zitronenzeste.

Wie schmeckt er?

Bitter ist der Grundton, und der kommt vom roten Bitterlikör. Süßer Wermut fängt ihn mit Kräutern und etwas Süße wieder auf. Der Whiskey bringt die Wärme: Bourbon gibt Vanille und Karamell aus dem Fass mit, würziger Rye eher Pfeffer. Zusammen ergibt das einen runden, weichen Bitterdrink. Saft kommt keiner ins Glas, alle drei Zutaten sind Alkohol. Deshalb schmeckt der Boulevardier konzentriert und bleibt lange am Gaumen. Gerührt statt geschüttelt ist er außerdem glatt und ganz ohne Schaum. Das Schmelzwasser entsteht beim Rühren; in dieser Servierweise kommt anschließend kein Eis ins Glas.

Wann passt er?

Der Boulevardier ist etwas für Leute, die Bitteres mögen. Er passt vor dem Essen als Aperitif und ebenso gut danach, in einen ruhigen Abend. An kühlen Tagen kommt seine Wärme besonders zur Geltung. Einsteigern ist er oft zu herb; beim ersten Versuch hilft dann etwas mehr Wermut. Kräftig bleibt er trotzdem, denn verdünnt wird nur mit Schmelzwasser.

Worauf es ankommt

Rühre lange genug, als Ausgangspunkt 20 bis 30 Sekunden. Der Drink braucht dieses Schmelzwasser, sonst schmeckt er hart und der Alkohol sticht. Ändere beim Ausprobieren immer nur eine Zutat. Vergleiche zuerst die Whiskeybasis: Bourbon macht den Boulevardier süßlicher und weicher, Rye macht ihn kantiger und würziger. Erst danach lohnt es sich, Wermut oder Bitterlikör zu tauschen.

Boulevardier — Detail

Woher der Drink kommt

Der Boulevardier ist seit 1927 dokumentiert. Verbunden wird er mit Erskine Gwynne, einem Amerikaner, der in Paris lebte. Sein Name knüpft an Gwynnes Pariser Zeitschrift und an das gesellschaftliche Umfeld jener Jahre an. Auch die Zutaten passen dazu: amerikanischer Whiskey, italienischer Bitteraperitif und Wermut, also zwei Barkulturen in einem Glas. Historisch ist er deshalb mehr als ein Negroni, bei dem jemand den Gin gegen Whiskey getauscht und das Ergebnis neu benannt hat.

Dazu passt dieses Wissen

  • Whisky für Anfänger: den eigenen Geschmack entdecken
  • Cocktails verstehen: Süße, Säure, Bitterkeit und Verdünnung

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  • Mint Julep

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