Zubereitung
- Minze mit Puderzucker und Wasser im Becher sanft andrücken.
- Mit zerstoßenem Eis füllen, Bourbon hinzufügen und gut verrühren.
- Bei Bedarf weiteres Eis ergänzen und servieren, sobald der Becher sehr kalt ist.
- Zum Abschluss garnieren: Minzzweig.
Wie schmeckt er?
Als Erstes riechst du die Minze, noch bevor du trinkst. Im Mund kommt dann der Bourbon: süßlich, vollmundig, mit Holz und Getreide. Der Zucker rundet ihn ab, viel ist es aber nicht. Säure fehlt ganz, denn Zitrone oder Limette sind nicht dabei. Deshalb schmeckt der Julep weich und warm, obwohl er eiskalt ist. Das zerstoßene Eis schmilzt schnell und verdünnt den Whiskey nach und nach. Am Anfang ist er stark, gegen Ende milder und wässriger.
Wann passt er?
Der Mint Julep ist ein Drink für heiße Tage draußen, nicht für den Tisch beim Essen. Er duftet freundlich, ist aber stark: 60 Milliliter Bourbon, kein Saft, nur Eis und Zucker. Wer Whiskey pur zu kräftig findet, kommt hier gut hinein, weil das Eis ihn Schluck für Schluck verdünnt. Trinken solltest du ihn frisch, er wartet nicht.
Worauf es ankommt
Drücke die Minze nur sanft an, zerreibe sie nicht. Zerriebene Blätter geben grüne, bittere Noten ab. Nimm wirklich zerstoßenes Eis und fülle großzügig nach, denn nur so wird der Becher außen kalt. Löse den Puderzucker erst im Wasser auf, sonst bleibt er unten liegen. Den Minzzweig steckst du so ins Eis, dass er beim Trinken an der Nase sitzt.

Woher der Drink kommt
Der Mint Julep ist eng mit den amerikanischen Südstaaten verbunden. Das Wort Julep ist aber älter und bezeichnete früher aromatisierte, gesüßte Flüssigkeiten. Bevor Bourbon zur bekannten Basis wurde, nahm man andere Spirituosen. Geblieben ist das Prinzip: Minze, etwas Süße und sehr viel Kälte. Genau diese drei Dinge machen den Drink bis heute erkennbar. Eine einzelne moderne Flasche erklärt seine Geschichte nicht, denn der Julep ist älter als jede von ihnen. Der Name steht für eine alte Trinkgewohnheit, nicht für ein festes Markenrezept.
