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Whisky · Im Glas

Old Fashioned

Der Old Fashioned besteht aus Whiskey, Zucker, Bitters und etwas Wasser. Mehr ist nicht drin. Er schmeckt kräftig und würzig, weil nichts die Spirituose überdeckt. Du rührst ihn auf großen Eiswürfeln direkt im Trinkglas.

Stand: · Amerikanische Cocktailkultur des 19. Jahrhunderts

Old Fashioned im Tumbler

Zubereitung

  1. Zuckerwürfel im Tumbler mit Bitters und Wasser tränken. Sorgfältig zerdrücken und weitgehend lösen.
  2. Feste Eiswürfel und Whiskey hinzufügen.
  3. Rühren, bis der Drink kalt ist und die Zutaten verbunden sind.
  4. Zum Abschluss garnieren: Orangenzeste oder -scheibe und Cocktailkirsche.

Wie schmeckt er?

Der Whiskey steht vorne, und er soll das auch. Bourbon schmeckt dabei süßlicher, Rye schärfer und pfeffriger. Ein einzelner Zuckerwürfel nimmt der Spirituose nur die Kanten, süß wird der Drink davon nicht. Die drei Spritzer Angostura bringen Nelke, Zimt und eine leise Bitterkeit hinein. Saft kommt keiner dazu, also fehlt jede Säure: Der Old Fashioned schmeckt warm und rund statt frisch. Das schmelzende Eis verdünnt ihn langsam und öffnet ihn dabei. Der letzte Schluck ist milder als der erste.

Wann passt er?

Trink ihn nach dem Essen oder abends in Ruhe. Er ist stark, kurz und ganz ohne Saft, deshalb nippt man daran und trinkt ihn nicht weg. Einsteigern schmeckt er nur, wenn sie Whiskey grundsätzlich mögen: Der Drink versteckt nichts. Wer gern pur trinkt, findet hier die sanftere Version davon. Vor dem Essen ist er den meisten zu wuchtig.

Worauf es ankommt

Löse den Zucker zuerst, bevor das Eis ins Glas kommt. Tränke den Würfel mit den Bitters und dem Wasser und zerdrücke ihn gründlich. In kalter Flüssigkeit löst er sich kaum noch auf, dann knirscht es am Boden. Würfelgröße und Bitterdosierung schwanken von Marke zu Marke. Nimm für die nächsten Versuche dieselben Produkte, sonst schmeckt jeder Drink anders.

Old Fashioned — Detail

Woher der Drink kommt

Am Anfang stand eine einfache Formel: Spirituose, Zucker, Wasser und Bitters. So sah ein Cocktail im 19. Jahrhundert aus. Später kamen immer mehr Zutaten in die Gläser, Liköre, Säfte, allerlei Beiwerk. Wer es schlicht wollte, bestellte seinen Whiskey-Cocktail ausdrücklich nach alter Art. Daraus wurde der Name. Wer ihn zuerst benutzt hat, ist nicht eindeutig geklärt. Geblieben ist der Drink trotzdem, gerade weil er so wenig braucht. Whiskey, Verdünnung und Bitters bleiben im Glas einzeln erkennbar.

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