Zubereitung
- Rum, Limettensaft und feinen Zucker im Shaker verrühren, bis der Zucker gelöst ist.
- Reichlich Eis zugeben und kräftig schütteln.
- Ohne Eis in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
Wie schmeckt er?
Der Daiquiri schmeckt sauer, süß und stark zugleich, und keiner dieser drei Töne gewinnt. Zuerst kommt die Limette mit klarer, spitzer Säure. Der Zucker fängt sie ab, ohne den Drink süß zu machen. Dahinter liegt der weiße Rum, weich und trocken, mit einem leisen Anklang an Zuckerrohr. Weil 60 Milliliter Rum auf nur 20 Milliliter Saft treffen, ist der Cocktail kräftig. Er kommt kalt und ohne Eis in die Schale und bleibt bis zum letzten Schluck gleich konzentriert. Trinke ihn zügig, sonst wird er warm.
Wann passt er?
Der Daiquiri ist der Test für jede Bar und für jede Hausbar. Einsteiger mögen ihn oft, weil Säure und Süße vertraut schmecken. Wirklich mild ist er trotzdem nicht, dafür stehen zu viele Milliliter Rum darin. Vor dem Essen und an heißen Tagen passt er besonders gut. Wer gefrorene Fruchtdaiquiris erwartet, wird überrascht sein.
Worauf es ankommt
Löse den Zucker zuerst auf. Rühre ihn mit Rum und Limettensaft im Shaker, bis du keine Kristalle mehr siehst, und gib erst dann das Eis dazu. In der Kälte löst sich Zucker kaum noch. Bleibt er körnig, schmeckt der Drink oben sauer und unten süß. Kühle die Schale vor, denn serviert wird ohne Eis.

Woher der Drink kommt
Der Name stammt von einem Ort bei Santiago de Cuba. Häufig wird der Bergbauingenieur Jennings Cox genannt, für die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert. Erfunden hat er die Mischung allerdings kaum. Rum, Zitrus und Zucker kamen schon vorher zusammen ins Glas. Neu war die feste Form: ein kurzes Rezept mit klaren Mengen, das sich jederzeit gleich nachbauen lässt. Genau darin liegt die Bedeutung des Daiquiri. Eine einzelne Erfindungsurkunde gibt es für ihn nicht.
