Zubereitung
- Ein hitzefestes Glas mit warmem Wasser vorwärmen und wieder leeren.
- Heißen Kaffee, Whiskey und Zucker hineingeben; rühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
- Die kalte, leicht angedickte Sahne langsam über einen Löffelrücken auf die Oberfläche geben. Danach nicht umrühren.
Wie schmeckt er?
Zuerst kommt die kalte Sahne an die Lippen, weich und fettig. Direkt dahinter der heiße Kaffee, kräftig und leicht bitter. Ein Teelöffel Zucker nimmt die Bitterkeit zurück, süß wird der Drink dadurch aber nicht. Der Whiskey bringt Wärme und eine getreidige, leicht süßliche Note mit. Fünfzig Milliliter sind ordentlich, sie verschwinden im Kaffee aber fast unbemerkt. Das Beste ist der Temperaturwechsel: oben kalt und cremig, darunter heiß und klar. Ohne Umrühren bleibt dieser Unterschied bis zum letzten Schluck erhalten.
Wann passt er?
Der Irish Coffee ist ein Drink für nach dem Essen und für kalte Abende. Er wärmt, macht wach und ersetzt den Espresso am Ende der Mahlzeit. Einsteiger tun sich leicht damit, weil Kaffee und Sahne den Alkohol abfedern. Wer abends keinen Kaffee mehr möchte, lässt ihn besser stehen. Zum Essen selbst passt er nicht.
Worauf es ankommt
Die Sahne nur leicht andicken, nicht steif schlagen. Steife Sahne liegt wie ein Deckel obenauf, leicht geschlagene fließt beim Trinken mit. Gieße sie langsam über die Rückseite eines Löffels, dann bleibt sie oben. Danach nicht mehr rühren. Wärme das Glas vorher mit heißem Wasser an, sonst kühlt der Kaffee sofort ab. Der Zucker muss sich vollständig lösen, bevor die Sahne kommt.

Woher der Drink kommt
Der Irish Coffee wird Joe Sheridan und dem irischen Flugboothafen Foynes zugeschrieben, in den 1940er-Jahren. Die überlieferte Geschichte erzählt von durchgefrorenen Reisenden, die etwas Heißes brauchten, und von Kaffee mit Whiskey als Antwort darauf. Später wurde der Drink international bekannt. Ganz wörtlich sollte man die Anekdote nicht nehmen: Die Datierungen gehen auseinander, und damit ist der genaue Ablauf nicht gesichert. Geblieben ist trotzdem die Idee dahinter, weil sie einfach ist und funktioniert.
