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Whisky · Schütteln

Whiskey Sour

Der Klassiker unter den sauren Drinks: Bourbon, frisch gepresster Zitronensaft und Zuckersirup, kräftig auf Eis geschüttelt. Ein paar Tropfen Eiweiß sind möglich, dann bekommt der Drink eine weiche Schaumdecke. Serviert wird er im Tumbler auf frischem Eis.

Stand: · 19. Jahrhundert

Whiskey Sour im Tumbler

Zubereitung

  1. Bourbon, Zitronensaft und Sirup im Shaker abmessen. Optional pasteurisiertes Eiweiß hinzufügen.
  2. Mit reichlich Eis kräftig schütteln. Bei Eiweiß besonders auf gute Durchmischung achten.
  3. In einen Tumbler auf frisches Eis abseihen. Alternativ ohne Serviereis in einem vorgekühlten kleinen Kelch servieren.
  4. Zum Abschluss garnieren: halbe Orangenscheibe und Cocktailkirsche, alternativ Orangenzeste.

Wie schmeckt er?

Sauer und süß halten sich fast die Waage: 25 ml Zitronensaft treffen auf 20 ml Zuckersirup. Zuerst kommt die Zitrone, spitz und frisch. Dann schiebt sich der Bourbon nach vorn, mit den Vanille- und Karamelltönen aus dem Fass. Der Sirup rundet ab, ohne dass der Drink nach Limonade schmeckt. Mit Eiweiß wird die Oberfläche schaumig, alles fühlt sich dicker an und die Säure wirkt weicher. Ohne Eiweiß bleibt er klarer und direkter. Kräftig ist er so oder so: 45 ml Bourbon stecken drin, verdünnt nur von Saft, Sirup und Schmelzwasser.

Wann passt er?

Ein guter Einstieg, falls du Whisky bisher nicht mochtest. Die Zitrone nimmt ihm die Härte, der Zucker fängt den Rest. Der Drink passt zu fast jeder Gelegenheit: vor dem Essen, am Nachmittag, auf der Terrasse. Wer gern süß trinkt, findet ihn vielleicht zu sauer; ein Schluck Sirup mehr hilft. Und wer Säure mag, braucht gar nichts zu ändern.

Worauf es ankommt

Nimm frisch gepressten Zitronensaft; Saft aus der Flasche schmeckt flach. Eiweiß ist freiwillig: ohne bleibt der Sour klar, mit ein paar Tropfen pasteurisiertem Eiweiß bekommst du eine weiche Schaumdecke. Dafür musst du kräftig und lange genug schütteln, sonst fällt der Schaum gleich wieder zusammen. Schmecke vor dem Abseihen ab, denn Zitronen sind unterschiedlich sauer.

Whiskey Sour — Detail

Woher der Drink kommt

Der Whiskey Sour ist alt. Seit dem 19. Jahrhundert steht er in Rezeptsammlungen, und sein Bauplan ist denkbar einfach: eine Spirituose, etwas Saures, etwas Süßes. Genau diese Klarheit hat ihn haltbar gemacht. Tausch den Bourbon gegen einen anderen Brand, nimm eine andere Frucht oder gieße Rotwein obenauf: schon hast du einen neuen Drink. Das Eiweiß gehört nicht zwingend dazu. Es entscheidet über die Textur, nicht über das Rezept. Wer Sours verstehen will, fängt hier an.

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