Zubereitung
- Das Servierglas mit frischen Eiswürfeln füllen. Die Zutaten in einen Shaker geben.
- Mit reichlich Eis etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb auf das frische Eis abseihen.
- Zum Abschluss garnieren: Ananasspalte.
Wie schmeckt er?
Der erste Eindruck ist Ananas, süß und saftig. Dann setzt der Campari ein, ein roter Bitteraperitif, und legt sich quer über die Frucht. Diese Bitterkeit ist gewollt und bleibt bis zum Schluss. Die Limette schärft die Kanten nach, der dunkle Demerarasirup gibt eine tiefe, fast melasseartige Süße dazu. Genau dort trifft er sich mit dem Blackstrap Rum, der ebenfalls dunkel und schwer schmeckt. Das Glas ist gut gefüllt und der Drink wirkt dadurch nicht hart. Kalt getrunken schmeckt er fruchtig und herb zugleich.
Wann passt er?
Ein Drink für alle, die Bitteres mögen und trotzdem Lust auf Frucht haben. Er passt gut vor das Essen, weil die Bitterkeit Appetit macht. Auch als langer Abenddrink funktioniert er. Einsteiger sollten wissen, worauf sie sich einlassen: Der Campari schmeckt deutlich heraus. Wer bittere Aperitifs mag, wird ihn lieben. Bei grundsätzlicher Abneigung gegen Bitteres lohnt der Versuch dagegen nicht.
Worauf es ankommt
Die Bitterkeit gehört dazu. Versuche nicht, sie mit immer mehr Sirup zuzudecken, dann kippt der Drink nur ins Klebrige. Nimm frisch gepressten Ananassaft, wenn du ihn bekommst; er schäumt beim Schütteln leicht auf und macht die Oberfläche schöner. Seihe auf frisches Eis ab, nicht auf das Schütteleis. Magst du Bitteres gar nicht, wähle lieber einen anderen Rumdrink.

Woher der Drink kommt
Der Jungle Bird stammt aus dem Umfeld des Hilton in Kuala Lumpur. Als Erfinder gilt der Beverage Manager Jeffrey Ong. Zur Eröffnung des Hotels 1973 sollte er die Gäste begrüßen. Der Vogelname passte zur Aviary-Bar des Hauses. Ungewöhnlich war damals wie heute die Idee, einen roten Bitteraperitif in einen tropischen Rum-Ananas-Cocktail zu geben. Genau das macht ihn bis heute erkennbar, und genau deshalb taucht er in vielen Bars wieder auf.
