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Rum · Schütteln

Hemingway Special

Ein Daiquiri mit Grapefruit: viel Rum, Limette und ein Schuss Kirschlikör. Die Grapefruit macht ihn herber als das Vorbild, süß wird er nur so weit, wie der Likör es erlaubt.

Stand: · Havanna, El Floridita

Hemingway Special im große Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.

Wie schmeckt er?

Zuerst schmeckst du Zitrus: Limette macht sauer, Grapefruit bringt eine herbe, leicht bittere Kante dazu. Darunter liegt der Rum, und zwar deutlich, denn mit sechzig Millilitern ist er die größte Zutat. Der Kirschlikör süßt den Drink zusätzlich zur natürlichen Süße des Grapefruitsafts. Er reicht gerade, um die Säure abzufedern, mehr nicht. Zucker kommt nicht ins Glas. Deshalb schmeckt der Drink trocken, obwohl er nach Frucht duftet. Das Schütteln mit Eis macht ihn eiskalt und ein wenig schaumig. Am Ende bleibt eine herbe Note auf der Zunge.

Wann passt er?

Ein Drink für warme Tage und für den Anfang des Abends. Er ist frisch, aber nicht harmlos: Sechzig Milliliter Rum sind eine ordentliche Menge. Wer Grapefruitsaft am Frühstückstisch mag, wird hier sofort glücklich. Alle anderen finden ihn vielleicht zu herb. Süße erwartest du besser nicht. Zum Essen passt er schlecht, allein im Glas dafür umso besser.

Worauf es ankommt

Maraschino süßt den Drink; auch Grapefruitsaft enthält natürlichen Zucker. Zusätzlicher Zuckersirup gehört nicht in diese Fassung. Presse Limette und Grapefruit frisch, denn fertiger Saft aus der Flasche schmeckt flacher. Probiere den Grapefruitsaft vorher: Je nach Frucht ist er mild oder richtig herb. Fällt er sehr bitter aus, nimm etwas weniger davon, bevor du am Likör drehst. Schüttle kräftig, zehn bis fünfzehn Sekunden genügen.

Hemingway Special – Detail

Woher der Drink kommt

Der Drink trägt den Namen von Ernest Hemingway und ist mit der Bar El Floridita in Havanna verbunden. Dort prägte Constantino Ribalaigua eine ganze Reihe von Daiquiri-Varianten. Dass Grapefruit und Kirschlikör dazukamen, ist das Ergebnis einer längeren Entwicklung. Wichtig ist eine Einschränkung: Hemingway soll seinen Daiquiri besonders trocken gewünscht haben. Diese persönliche Fassung muss nicht dieselbe sein wie das Rezept, das heute als Standard gilt. Wer den Drink heute bestellt, bekommt also die spätere Fassung.

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