Zubereitung
- Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
- Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
Wie schmeckt er?
Zuerst schmeckst du Ananas: fruchtig, leicht säuerlich, saftig. Der weiße Rum steht direkt dahinter und macht den Drink trocken genug, damit er nicht nach Saft schmeckt. Maraschino bringt eine herbe Kirschnote, Grenadine gibt Süße und die rosa Farbe. Beides ist knapp dosiert, deshalb bleibt die Mary Pickford eher frisch als süß. Durch das Schütteln bekommt der Ananassaft eine feine Schaumkrone, das macht den Drink cremig weich. Im Nachklang bleibt Rum. Halb Saft, halb Rum: Der Alkohol ist gut versteckt.
Wann passt er?
Die Mary Pickford ist ein guter Einstiegscocktail. Sie schmeckt fruchtig und weich, und der Rum drängt sich nicht vor. Genau darin liegt die Falle: Fast die Hälfte im Glas ist Spirituose. Trinke sie also nicht wie einen Saft. Am besten passt sie an einen warmen Nachmittag oder als erster Drink am Abend, vor dem Essen.
Worauf es ankommt
Dosiere die Grenadine sparsam. Sie bringt nicht nur die Farbe, sondern auch Süße, und fünf Milliliter sind schnell überschritten. Nimm ungesüßten Ananassaft: Ein gezuckerter Nektar macht den Drink klebrig und deckt den Rum zu. Schüttle kräftig, damit sich der Schaum bildet, und seihe ohne das Schütteleis ab. Das Glas gehört vorher in den Kühlschrank.

Woher der Drink kommt
Der Cocktail trägt den Namen des Stummfilmstars Mary Pickford. Er ist mit den 1920er-Jahren und mit Havanna verbunden. Frühe Beschreibungen nennen nur Rum, Ananas und Grenadine. Maraschino kam erst später dazu, in dieser Fassung ist er drin. Die Namensgeschichte zeigt, wie nah damals Filmwelt, Reisen und Hotelbars beieinander lagen. Einzelne ausgeschmückte Details über Besuche lassen sich nicht durchgehend belegen. Sicher ist der Drink selbst: Rum und Ananas, dazu etwas Süße aus Grenadine und Maraschino.
