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Whisky · Rühren

Tipperary

Irischer Whiskey, süßer roter Wermut und grüner Kräuterlikör, kalt gerührt und ohne Eis serviert. Der Tipperary ist kurz, kräftig und kräutrig. Er zeigt Irish Whiskey außerhalb des Kaffeeglases.

Stand: · Frühes 20. Jahrhundert

Tipperary im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten mit reichlich Eis in ein Rührglas geben.
  2. Mit einem langen Löffel rühren, bis die Mischung gut kalt und leicht verdünnt ist, als Ausgangspunkt etwa 20–30 Sekunden.
  3. Durch ein Barsieb ohne das Rühreis ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Orangenscheibe.

Wie schmeckt er?

Der Tipperary beginnt süß und rund. Das kommt vom roten Wermut, einem gesüßten Kräuterwein. Danach schiebt sich die Chartreuse nach vorn: ein grüner Kräuterlikör, süß und gleichzeitig sehr kräuterstark. Sie ist die auffälligste Zutat im Glas, obwohl nur 15 Milliliter davon drin sind. Der Irish Whiskey trägt das Ganze mit weichem Getreide und etwas Malz. Die Bitters setzen am Ende einen würzigen Punkt. Säure gibt es nicht, Saft auch nicht. 90 Milliliter aus Spirituose, Wein und Likör ergeben einen dichten, warmen Drink, der lange nachhallt.

Wann passt er?

Ein Drink für nach dem Essen oder für einen ruhigen Abend im Sessel. Er ist stark und süß, dazu deutlich kräutrig, und das ist Geschmackssache. Wer Kräuterliköre mag, wird ihn lieben. Andere finden ihn schnell zu aufdringlich. Einsteiger sollten vorsichtig sein: Die Chartreuse ist laut und verdeckt vieles, was du sonst vom Whiskey kennst.

Worauf es ankommt

Miss die Chartreuse genau ab. Sie ist die durchsetzungsstärkste Zutat im Glas, und ein Schuss zu viel schiebt Whiskey und Wermut komplett beiseite. 15 Milliliter sind der Ausgangspunkt. Rühre lange genug, etwa 20 bis 30 Sekunden, damit die Mischung kalt wird und etwas Wasser aufnimmt. Ohne diese Verdünnung wirkt der Drink hart und der Kräuterlikör noch lauter.

Tipperary — Detail

Woher der Drink kommt

Eine Fassung des Tipperary ist 1916 festgehalten, mit Irish Whiskey, Chartreuse und Wermut. Die alten Rezepte unterscheiden sich allerdings deutlich in den Mengen. Manche geben dem Kräuterlikör mehr Platz, andere dem Whiskey. Dazu kommt, dass unter demselben Namen auch ganz andere Drinks laufen. Die Fassung hier gibt dem Whiskey mehr Raum als den beiden Partnern. Der irische Name passt zur Basis. Ein Beweis dafür, dass der Drink in Irland entstanden ist, ist er nicht.

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