Zubereitung
- Absinth in die gekühlte Cocktailschale geben, die Innenfläche damit benetzen und den Überschuss ausgießen.
- Rye, Wermut und Kirschlikör mit reichlich Eis im Rührglas kalt rühren.
- Ohne Eis in die vorbereitete Schale abseihen.
- Zum Abschluss garnieren: Zitronenzeste.
Wie schmeckt er?
Aus dem Glas steigt zuerst Anis. Der Absinth bleibt nur als dünner Film an der Schale, riechen kannst du ihn trotzdem sofort. Im Mund führt der Rye Whiskey, 60 ml davon, würzig und trocken. Der Kirschlikör legt dunkle, süße Frucht darüber. Süßer Wermut verbindet beide und bringt Kräuter mit. Zitronensaft oder Wasser gibt es nicht, alles im Glas ist Spirituose oder Likör. Deshalb schmeckt der Cocktail dicht und warm. Die Zitronenzeste setzt am Schluss einen frischen Punkt. Zum Ende hin, wenn der Drink wärmer wird, tritt die Süße stärker hervor.
Wann passt er?
Ein Drink für den späten Abend und für Leute, die Whiskey schon mögen. Er ist stark, es gibt nichts zum Verdünnen. Einsteiger finden den Anis oft ungewohnt, manche mögen ihn gar nicht. Wer kräftige, gerührte Whiskey-Cocktails mag, ist hier richtig. Trink ihn langsam aus der kleinen Schale. Eine Portion genügt an einem Abend.
Worauf es ankommt
Den Absinth nur zum Benetzen nehmen. Schwenke ihn im gekühlten Glas herum und gieß den Rest wieder aus. Die 7,5 ml gehören nicht komplett in den fertigen Cocktail, sonst überdeckt der Anis alles. Gerührt bleibt der Drink klar, geschüttelt würde er trüb und schaumig. Nimm große Eiswürfel und rühre, bis das Glas außen beschlägt.

Woher der Drink kommt
Der Cocktail taucht 1939 in gedruckter Form auf, zusammen mit einer Erinnerung an Havanna in den 1930er-Jahren. Sein Name stammt von einem alten Slogan. Der bezog sich auf das Kriegsschiff Maine, das 1898 sank. Das ist ein politischer und historischer Verweis, mehr nicht. Ein gesicherter Erfindungstag lässt sich daraus nicht ableiten. Ähnlich gebaute Rezepte mit Whiskey, Wermut, Kirschlikör und Absinth gab es ebenfalls. Der Drink steht also in einer Reihe mit vielen Verwandten.
