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Rum · Mixen

Missionary’s Downfall

Der Missionary’s Downfall kommt aus dem Mixer: Rum, Pfirsichlikör, Limette, Honig, frische Minze und Ananas werden mit Eis zu einer kalten, grünen Masse. Er schmeckt fruchtig und kräuterfrisch. Der Alkohol bleibt dabei im Hintergrund.

Stand: · Hollywood, späte 1930er-Jahre

Missionary’s Downfall im große Cocktailschale

Zubereitung

  1. Alle Zutaten mit zunächst etwa einer halben Tasse zerstoßenem Eis in einen geeigneten Standmixer geben.
  2. Mixen, bis eine gleichmäßige eisige Textur entsteht. Bei Bedarf wenig Eis ergänzen.
  3. Den gesamten Inhalt ins Servierglas gießen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Minzzweig und Ananasscheibe.

Wie schmeckt er?

Vorn stehen Ananas und Minze. Beides ist frisch im Glas und nicht als Sirup, deshalb schmeckt der Drink saftig und kräuterig. Der Honig gibt eine runde, weiche Süße, die Limette hält mit Säure dagegen. Pfirsichlikör legt noch eine zweite Fruchtnote darüber. Rum ist mit 30 Millilitern eher sparsam dosiert und bleibt im Hintergrund. Durch das Mixen mit zerstoßenem Eis wird alles kalt, dick und leicht schaumig, fast wie ein Smoothie. Gefährlich daran: Der Alkohol fällt kaum auf.

Wann passt er?

Der Missionary’s Downfall ist ein Drink für den Nachmittag im Freien oder für eine Sommerparty. Er ist fruchtig, kalt und leicht zu trinken, also auch für Einsteiger geeignet. Zum Essen passt er nicht, dafür ist er zu süß und zu dick. Wer klare, trockene Cocktails mag, wird ihn zu fruchtig finden. Plane etwas Zeit ein, ohne Mixer geht es nicht.

Worauf es ankommt

Den Honigmix rührst du vorher an: gleiche Teile Honig und Wasser, sonst löst sich der Honig im kalten Drink nicht. Nimm frische Ananas und frische Minze, beides gibt dem Rezept seinen Charakter. Mixe nur so lange, bis die Masse gleichmäßig eisig ist. Zu langes Mixen macht sie warm und wässrig, und die Minze wird bitter.

Missionary’s Downfall — Detail

Woher der Drink kommt

Der Missionary’s Downfall wird Donn Beach zugeschrieben und seinem Umfeld rund um Don the Beachcomber in Hollywood. Er stammt aus der frühen Tiki-Zeit. Viele Tiki-Drinks setzen vor allem auf starke Spirituosen. Hier ist es anders: Minze, Ananas, Honig und die gemixte Eistextur stehen im Vordergrund. Deshalb hängt das Ergebnis genauso an frischen Zutaten wie an der Wahl des Rums. Ein müder Ananasrest oder welke Minze fallen sofort auf. So erklärt sich auch, warum dieser Drink aus dem Mixer kommt und nicht aus dem Shaker.

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