Zubereitung
- Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
- Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
Wie schmeckt er?
Als Erstes fällt der Rauch auf. Er kommt vom Mezcal und erinnert an ein Lagerfeuer. Gleich danach kommt die Limette mit klarer Säure. Aperol bringt eine bittersüße Orangennote, die gelbe Chartreuse steuert Kräuter und Süße bei. Weil alle vier Teile gleich groß sind, drängt sich keiner nach vorn. Der Drink ist kurz und kräftig: Drei von vier Teilen sind Alkohol. Trotzdem wirkt er frisch, weil die Limette alles wachhält. Im Nachklang bleiben Rauch und Bitterkeit.
Wann passt er?
Der Naked and Famous ist nichts für den Anfang. Rauch und Bitterkeit sind kräftig, daran musst du dich erst gewöhnen. Wer Mezcal oder bittere Aperitifs schon mag, wird ihn lieben. Alle anderen probieren ihn am besten erst einmal in kleiner Menge. Er passt vor dem Essen oder als kurzer, wacher Drink am Abend. Zum Nebenbeitrinken ist er zu intensiv.
Worauf es ankommt
Nimm die gelbe Chartreuse, nicht die grüne. Die grüne ist stärker und deutlich kräuteriger; sie würde die anderen drei Teile überdecken, obwohl alle gleich dosiert sind. Miss genau ab, denn beim Vier-Teile-Prinzip fällt jeder Fehler auf. Schüttle kräftig mit viel Eis und seihe ohne Schütteleis in die vorgekühlte Schale ab.

Woher der Drink kommt
Joaquín Simó entwickelte den Naked and Famous im Jahr 2011. Bekannt wurde der Drink über die moderne internationale Barszene und besonders über Death & Co in New York. Sein Bau folgt einem alten Muster: vier gleiche Anteile, wie bei älteren Klassikern auch. Neu ist die Richtung, die Mezcal, gelbe Chartreuse und Aperol daraus machen: rauchig und bittersüß zugleich. Der Name ist ein Bezug zur Popmusik. Das Vier-Teile-Prinzip macht das Rezept leicht zu merken und leicht nachzubauen.
