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Gin · Schütteln

Bee’s Knees

Gin, Honig und Zitrusfrucht: Beim Bee’s Knees kommt die ganze Süße aus Honig. Diese Fassung nimmt neben Zitrone auch Orangensaft dazu und schmeckt dadurch weicher und fruchtiger.

Stand: · 1920er-Jahre, Herkunft umstritten

Bee’s Knees im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Honigsirup mit Zitronen- und Orangensaft im Shaker verrühren. Gin hinzufügen.
  2. Reichlich Eis zugeben und kräftig schütteln.
  3. Ohne Schütteleis in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Zitronen- oder Orangenzeste nach Wunsch.

Wie schmeckt er?

Der Honig fällt sofort auf. Er schmeckt anders als Zucker, nämlich runder und leicht blumig, und er bleibt länger am Gaumen. Zitrone macht den Drink sauer, Orange legt eine mildere, fruchtigere Säure daneben. Zusammen ergibt das ein weiches Sauer, das nirgends zwickt. Darunter steht der Gin mit Wacholder und Kräutern. Knapp die Hälfte der Flüssigkeit ist Saft, deshalb wirkt der Cocktail zugänglich und nicht schwer. Kräftig ist er trotzdem, denn Gin ist die größte Einzelmenge im Glas. Serviert wird ohne Eis, und so bleibt der Drink klar und aufgeräumt.

Wann passt er?

Der Bee’s Knees ist ein guter Einstieg in die Gin-Cocktails. Honig nimmt der Säure die Spitze, und bitter schmeckt hier gar nichts. Am besten passt er am frühen Abend oder an einem warmen Tag. Wer Gin bisher zu streng fand, sollte genau hier anfangen. Vor dem Essen macht er Appetit; nach einem schweren Essen wirkt er schnell zu süß.

Worauf es ankommt

Reiner Honig löst sich in kaltem Saft kaum und bleibt als Klumpen am Shakerboden liegen. Deshalb steht Honigsirup im Rezept, also Honig, den du mit etwas warmem Wasser glatt rührst. Verrühre ihn zuerst mit Zitrone und Orange, danach kommt der Gin dazu. Diese Fassung enthält Orange. Lässt du sie weg, schmeckt der Drink deutlich strenger und saurer.

Bee’s Knees — Detail

Woher der Drink kommt

Über den Bee’s Knees wird gern erzählt, er stamme aus der amerikanischen Prohibition und habe schlechten Gin überdecken sollen. So einfach ist es nicht. Zeitgenössische Hinweise führen auch nach Paris und nennen andere Urheber als diese verbreitete Erzählung. Sicher ist vor allem das Prinzip: Die Süße kommt aus Honig und nicht aus gewöhnlichem Zucker. Genau daran erkennt man den Drink bis heute. Auch beim Rezept gibt es keine einzige gültige Fassung. Die hier gezeigte nimmt Orange dazu, andere bekannte Versionen bleiben bei Gin, Zitrone und Honig.

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