Zubereitung
- Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
- Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
Wie schmeckt er?
Zuerst schmeckt man Orange, süß und gleichzeitig bitter. Das kommt vom Aperol und vom zweiten Bitterlikör, der kräuterig und leicht karamellig dazukommt. Dann meldet sich die Zitrone und zieht alles scharf zusammen. Der Bourbon steht im Hintergrund und gibt Süße aus dem Fass, viel Raum hat er nicht: Alle vier Teile sind gleich groß. Ohne Eis im Glas bleibt er kalt und wirkt etwas dichter als ein üblicher Sour. Im Abgang liegt die Bitterkeit länger auf der Zunge als die Frucht.
Wann passt er?
Der Paper Plane passt vor dem Essen, als Aperitif, oder als erster Drink am Abend. Er ist bitter, aber die Zitrone und der Whiskey halten ihn zugänglich. Einsteiger kommen damit besser zurecht als mit einem Negroni. Wer Aperol mag und etwas Ernsteres sucht, findet hier den nächsten Schritt. Auf Süßes gepolt sollte man allerdings nicht sein.
Worauf es ankommt
Halte dich beim ersten Mal genau an die vier gleichen Teile, also je 30 Milliliter. Ein anderer Amaro kann viel bitterer, süßer oder mentholartig sein und kippt die Balance sofort. Tausche Zutaten erst aus, wenn du das Original kennst, und notiere solche Versuche als eigene Variante. Schüttle kräftig und kurz, etwa zehn bis fünfzehn Sekunden: Zu langes Schütteln wässert den Drink.

Woher der Drink kommt
Sam Ross entwickelte den Paper Plane 2007 für das Chicagoer Barumfeld. Die Rezeptur veränderte sich danach noch. Der Name geht auf einen Song von M.I.A. zurück, den Ross damals hörte. Das Bauprinzip ist geborgt: Vier Zutaten zu gleichen Teilen kennt man schon vom Last Word. Ross tauschte die Bausteine aus. Bourbon und zwei unterschiedliche Bitterliköre schicken den Drink in eine eigene Richtung, deutlich orangebetont. Genau diese einfache Formel macht ihn leicht zu merken und leicht nachzubauen.
