Zubereitung
- Ingwerscheiben im Shaker sanft andrücken. Blended Scotch, Zitrone und Honigsirup ergänzen.
- Mit Eis kräftig schütteln und durch ein feines Sieb auf frisches Eis abseihen.
- Den rauchigen Islay-Whisky langsam über einen Löffel auf die Oberfläche geben.
- Zum Abschluss garnieren: kandierter Ingwer.
Wie schmeckt er?
Als Erstes riechst du den Rauch. Er schwimmt obenauf, kommt aber nur aus 7,5 Millilitern Islay-Whisky. Im Mund übernimmt dann der Ingwer: scharf, leicht brennend, sehr präsent. Zitrone macht den Drink deutlich sauer, Honigsirup fängt die Säure ab und legt eine klebrig-weiche Süße darunter. Der Blended Scotch trägt das Ganze mit 60 Millilitern, er ist die Basis und macht den Drink stark. Am Ende bleiben Rauch und Ingwerschärfe zusammen im Rachen stehen. Das ist ungewohnt und genau der Reiz.
Wann passt er?
Der Penicillin ist etwas für Geübte. Rauch und Ingwer sind kräftig, beim ersten Mal wirkt die Mischung fremd. Wer Islay-Whisky mag, wird ihn lieben. Magst du Rauch überhaupt nicht, lass die Schicht oben einfach weg und trink einen Honig-Ingwer-Sour. Als Drink für kalte Abende funktioniert er gut, vor dem Essen weniger, weil er den Gaumen ordentlich beansprucht.
Worauf es ankommt
Der rauchige Whisky kommt zum Schluss, er gehört nicht in den Shaker. Gieße ihn langsam über einen Barlöffel auf die Oberfläche. So trifft der Rauch zuerst die Nase, und der Rest des Drinks bleibt hell und frisch. Den Ingwer nur sanft andrücken und danach fein abseihen, sonst treiben Fasern im Glas. Honigsirup gehört angerührt, purer Honig löst sich in kalter Flüssigkeit nicht.

Woher der Drink kommt
Sam Ross entwickelte den Penicillin 2005 im New Yorker Milk & Honey. Die Idee dahinter ist einfach: Ein Scotch Sour bekommt Honig und frischen Ingwer, dazu einen kleinen Anteil rauchigen Islay-Whisky obendrauf. Der Name spielt mit der Vorstellung von Medizin, im Glas steht aber nur ein alkoholisches Getränk. Die Zubereitung unterscheidet sich von Bar zu Bar. Manche rühren Honig und Ingwer vorher zu einem gemeinsamen Sirup an, andere drücken frischen Ingwer direkt im Shaker aus. Beides führt zum selben Grundgeschmack.
