Zubereitung
- Alle Zutaten mit zunächst etwa einer halben Tasse zerstoßenem Eis in einen geeigneten Standmixer geben.
- Mixen, bis eine gleichmäßige eisige Textur entsteht. Bei Bedarf wenig Eis ergänzen.
- Den gesamten Inhalt ins Servierglas gießen.
- Zum Abschluss garnieren: Ananasscheibe und Cocktailkirsche.
Wie schmeckt er?
Süß ist das erste Wort. Die Kokoscreme ist gezuckert, der Ananassaft bringt zusätzlich Fruchtzucker mit. Danach kommt die Ananas deutlich durch, fruchtig und mit einer leichten Säure, die das Ganze vor dem Umkippen bewahrt. Kokosfett macht den Drink dick und cremig, er fühlt sich fast wie ein Dessert an. Der weiße Rum schmeckt kaum heraus, obwohl 50 Milliliter drin sind. Genau das ist die Gefahr: Die Piña Colada wirkt harmlos und ist es nicht. Das zerstoßene Eis hält sie eiskalt und macht sie sämig.
Wann passt er?
Die Piña Colada ist ein Urlaubsdrink, am Nachmittag, am Pool, im Sommer. Einsteiger mögen sie fast immer, weil nichts daran bitter oder scharf ist. Wer trockene Cocktails sucht, liegt hier komplett falsch. Zum Essen passt sie nicht, sie ist selbst schon fast eine Mahlzeit. Ein Glas reicht meistens, das zweite wird schnell zu viel.
Worauf es ankommt
Cream of Coconut ist gesüßte Kokoscreme und nicht dasselbe wie Kokosmilch oder ungesüßte Kokossahne. Mit dem falschen Produkt wird die Piña Colada dünn und fad. Rühre die Dose vor dem Abmessen gut durch, das Fett setzt sich oben ab. Beim Eis lieber sparsam anfangen: Zu viel davon macht den Drink wässrig und schaumig. Dann Schritt für Schritt nachlegen, bis die Masse gleichmäßig läuft.

Woher der Drink kommt
Die cremige Piña Colada, wie man sie heute kennt, gehört zu Puerto Rico. Mehrere Bars und Bartender in San Juan beanspruchen die Erfindung für sich, darunter das Caribe Hilton und das Restaurant Barrachina. Die genannten Daten widersprechen sich teilweise, eine saubere Entscheidung ist von außen kaum möglich. Dazu kommt: Getränke mit ähnlichem Namen gab es schon früher, und Kokoscreme steckte darin nicht zwingend drin. Die heutige Mischung aus Rum, Ananas und Kokos sollte man deshalb von diesen älteren Vorläufern trennen.
