Zubereitung
- Die halben Zitrusscheiben in Viertel schneiden. Mit Sherry und Zucker in den Shaker geben.
- Mit Eis zügig schütteln.
- Durch ein Barsieb in einen mit zerstoßenem Eis gefüllten Becher abseihen.
- Zum Abschluss garnieren: frische Beeren sowie Orangen- und Zitronenviertel.
Wie schmeckt er?
Trocken und nussig, so beginnt dieser Cocktail. Beide Sherrys bringen diesen Ton mit, sie sind keine süßen Weine. Ein Teelöffel Zucker rundet nur die Kanten, süß wird das Glas davon nicht. Die Orangen- und Zitronenstücke geben Saft und etwas Schalenöl ab, dadurch schmeckt der Drink frisch und leicht bitter. Zerstoßenes Eis schmilzt schnell, und genau das ist gewollt: Der Cobbler wird dünner und kälter, je länger du ihn trinkst. Mit 90 ml Sherry und ohne zusätzliche Spirituose bleibt er vergleichsweise leicht.
Wann passt er?
Ein Cobbler passt am Nachmittag, zum Essen und als Auftakt am Abend. Er ist deutlich leichter als die meisten Cocktails, weil Wein die Basis ist. Einsteiger kommen gut damit zurecht, solange sie trockene Getränke mögen. Wer Süße sucht, wird enttäuscht. Besonders gut schmeckt er an warmen Tagen, mit viel zerstoßenem Eis im Becher.
Worauf es ankommt
Bleib bei trockenen Sherrystilen. Süße Sorten wie PX ergeben zusammen mit dem Zucker einen ganz anderen Drink, viel schwerer und klebriger. Schneide die halben Zitrusscheiben wirklich klein, dann geben sie beim Schütteln mehr ab. Schüttle zügig und nicht ewig, sonst wird der Sherry zu dünn. Beim Eis darfst du großzügig sein: Der Becher gehört randvoll.

Woher der Drink kommt
Der Sherry Cobbler wurde in den USA in den 1830er-Jahren bekannt. Er war einer der ersten Drinks, die mit viel Eis arbeiteten, und er hatte international Erfolg. Wein, Zucker, Frucht und zerstoßenes Eis waren damals eine echte Alternative zu den starken, spirituosenbetonten Cocktails. Wie beliebt er war, zeigt sich auch in der Literatur seiner Zeit. Die üppige Präsentation gehört bis heute dazu: ein Berg zerstoßenes Eis, Beeren obendrauf, Zitrusviertel am Rand. Das Auge trinkt hier ausdrücklich mit.
