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Whisky · Im Glas

Rusty Nail

Zwei Zutaten, mehr nicht: Scotch Whisky und der Whiskylikör Drambuie. Der Rusty Nail ist kurz, kräftig und süßlich. Zitrussaft kommt keiner dazu, eine Zitronenzeste sorgt für den frischen Duft.

Stand: · 20. Jahrhundert, mehrere Zuschreibungen

Rusty Nail im Tumbler

Zubereitung

  1. Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
  2. Die abgemessenen Zutaten hineingeben.
  3. Behutsam umrühren, bis der Drink kalt ist und sich die Zutaten verbunden haben. Oben etwas Platz für die Garnitur lassen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Zitronenzeste.

Wie schmeckt er?

Süß beginnt es, und zwar sofort. Der Drambuie bringt Honig und Kräuter mit, dazu seine eigene Süße. Darunter arbeitet der Scotch weiter: Fassnoten, je nach Flasche mehr oder weniger kräftig, und der klare Alkoholzug. Zucker musst du keinen zugeben, der Likör erledigt das. Im Glas stehen 45 ml Whisky auf 25 ml Likör, also 70 ml Spirituose ohne einen Tropfen Saft. Entsprechend dicht und warm schmeckt der Drink. Wenn das Eis schmilzt, wird er weicher und etwas leichter. Die Zitronenzeste gibt oben einen frischen Duft dazu.

Wann passt er?

Der Rusty Nail passt nach dem Essen und in den späten Abend. Er ist ein Drink zum Nippen, kein langer Durstlöscher. Einsteiger mögen ihn oft, weil die Süße des Likörs die Kanten des Whiskys abrundet. Wer Whisky pur trinkt, findet ihn vielleicht zu süß. Dann hilft es, etwas mehr Scotch und etwas weniger Drambuie zu nehmen.

Worauf es ankommt

Drambuie bringt Honig, Kräuter und Süße schon mit. Zusätzlicher Zucker oder Sirup gehört nicht ins Grundrezept. Den Rest bestimmt dein Scotch: Je kräftiger die Flasche, desto deutlicher steht sie gegen die Süße. Nimm große, feste Eiswürfel und rühre nur, bis der Drink kalt ist. Kleine Würfel schmelzen schnell und machen ihn wässrig.

Rusty Nail — Detail

Woher der Drink kommt

Scotch zusammen mit Drambuie gab es schon, bevor der Name Rusty Nail bekannt wurde. Wer die Mischung zuerst so nannte, ist unklar. Mehrere Erzählungen nennen unterschiedliche Bars und Jahrzehnte. Belegt ist keine davon. Der Drink steht deshalb weniger für einen Erfindungsmoment als für eine Kombination, die sich einfach durchgesetzt hat. Das liegt auch am Rezept: Whisky und Whiskylikör stammen aus derselben Familie. Ihre Aromen passen von Haus aus zusammen, nur die Süße ist sehr unterschiedlich.

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