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Cognac · Rühren

Sazerac

Cognac, ein Stück Würfelzucker und ein paar Spritzer Peychaud’s Bitters rührst du kalt. Dann kommt alles in ein Glas, das innen nach Absinth duftet. Der Sazerac bleibt klar und stark, Eis steht am Ende nicht darin.

Stand: · New Orleans

Sazerac im Tumbler

Zubereitung

  1. Das Servierglas mit Absinth benetzen und mit Eis kalt stellen.
  2. Zucker mit Bitters im Rührglas zerdrücken. Cognac und Eis ergänzen und kalt rühren, bis der Zucker möglichst gelöst ist.
  3. Eis und überschüssigen Absinth aus dem Servierglas entfernen. Den Cocktail ohne Eis hinein abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Zitronenzeste.

Wie schmeckt er?

Der Duft kommt zuerst. Anis vom Absinth und das Öl der Zitronenzeste steigen aus dem Glas, noch bevor du trinkst. Im Mund führt der Cognac, 50 ml davon, weich und fruchtig mit Fassnoten. Ein Würfel Zucker nimmt die Schärfe, süß wird der Drink dadurch nicht. Die Peychaud’s Bitters setzen eine würzige, bittere Linie darunter. Eis steht am Ende nicht im Glas, Saft oder Soda auch nicht. Deshalb schmeckt der Sazerac sehr konzentriert. Er bleibt vom ersten bis zum letzten Schluck gleich stark.

Wann passt er?

Ein Drink für Geübte und für den späten Abend. Der Sazerac ist praktisch pure Spirituose, nur mit Zucker, Bitters und Anisduft gewürzt. Einsteiger erschrecken oft beim ersten Schluck, weil nichts den Alkohol abfedert. Wer Cognac oder Whisky pur mag, findet hier eine spannende Abwechslung. Trink ihn langsam, in kleinen Schlucken. Einer reicht.

Worauf es ankommt

Absinth und Kühl-Eis müssen aus dem Servierglas raus, bevor der Cocktail hineinkommt. Sonst wird er wässrig und der Anis überdeckt alles. Rühre den Zucker geduldig, bis er sich gelöst hat. Ein halb aufgelöster Würfel liegt später am Boden. Diese Fassung arbeitet mit Cognac. Die weit verbreiteten Rye-Versionen sind eine eigene Ausprägung, kein Fehler.

Sazerac — Detail

Woher der Drink kommt

Der Sazerac gehört eng zur Cocktailgeschichte von New Orleans. In alten Fassungen tauchen Cognac und Rye auf, dazu Absinth und Peychaud’s Bitters. Die bekannten Ursprungsgeschichten sind teilweise umstritten. Auch die glatte Erzählung, der Drink sei einfach von Cognac auf Rye umgestiegen, greift zu kurz. So geradlinig verlief das nicht. Die Fassung hier nimmt Cognac. Sie behält das Prinzip bei, auf das es ankommt: ein Glas, das innen mit Absinth ausgespült ist und lange duftet.

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