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Ratgeber · 3 Minuten Lesezeit

Gin mixen: Welche Cocktails passen zu deinem Geschmack?

Gin-Cocktails nach Geschmack auswählen: frisch-säuerlich, kräutrig oder bitter. Finde passende Rezepte und Zutaten für deine Hausbar.

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Die kurze Antwort

Gin lässt sich herb, frisch, fruchtig oder kräutrig mixen. Entscheide dich zuerst für eine Richtung. Der Negroni bringt Bitterkeit, der Dry Martini Klarheit, der Gin Fizz Zitrus und der Basil Smash Kräuter.

Gin mixen: Welche Cocktails passen zu deinem Geschmack? — Motiv zum Thema Gin

Vier Rezepte, vier unterschiedliche Aufgaben

Im Negroni steht der Gin neben rotem Wermut und einem bitteren Aperitif. Wermut ist mit Kräutern versetzter Wein und bringt Süße und Würze mit. Der Dry Martini kommt mit sehr wenig trockenem Wermut aus, deshalb bleiben die Gin-Aromen vorn. Ein Gin Fizz verbindet Zitrone, Zucker und Soda. Der Basil Smash setzt zusätzlich auf frisches Basilikum. Alle vier teilen sich dieselbe Grundspirituose. Ähnlich schmecken sie deswegen noch lange nicht.

Eine einzige Frage sortiert die vier Drinks: Wie viel soll vom Gin übrig bleiben? Im Martini bleibt fast alles. Der Negroni stellt ihm zwei kräftige Partner entgegen. Im Fizz tragen ihn Säure und Kohlensäure. Am stärksten verdünnt ihn das Tonic. Wer seine Flasche kennenlernen möchte, fängt oben an und arbeitet sich nach unten. Der Martini zeigt dir, was deine Flasche kann. Beim Gin Tonic erfährst du vor allem etwas über dein Tonic.

Welche Flasche reicht für den Anfang?

Ein deutlich wacholderbetonter Gin mit verständlicher Beschreibung passt in fast jedes Rezept. Sehr parfümierte oder stark aromatisierte Stile drängen sich dagegen nach vorn und können einen Drink überfahren. Probiere so eine Flasche deshalb zuerst in kleiner Menge. Eine zweite Flasche brauchst du längst nicht für jeden Cocktail. Frische Zitrusfrüchte, der passende Wermut und ein sauber abgemessener Sirup verändern das Glas oft stärker als das nächste Etikett. Ein Beispiel macht es greifbar. Der wacholderbetonte Gin bleibt im Negroni neben Wermut und Bitter erkennbar. Eine stark blumig duftende Flasche zieht dasselbe Rezept in eine andere Richtung. Schlechter ist das nicht, es ist nur eine Entscheidung, die dir das Etikett stillschweigend abnimmt.

Gin: Welche Flasche reicht für den Anfang?

Was du wirklich brauchst

Ein Messbecher, saubere Gläser und reichlich Eis bilden die Grundlage. Barleute nennen den kleinen Doppelbecher aus Metall einen Jigger. Sours verlangen zusätzlich einen Shaker und ein Sieb. Gerührte Drinks wie der Martini kommen mit einem Rührgefäß und einem langen Löffel aus. Alles mit Kohlensäure kommt erst nach dem Schütteln ins Glas, sonst schäumt es über.

Der Messbecher ist dabei der unterschätzte Gegenstand. Nach Gefühl gegossen liegen zwei Ansätze leicht zwanzig Prozent auseinander. Dann vergleichst du keine Rezepte mehr, sondern Zufälle. Für zehn Euro fällt ein großer Teil der Frustration beim Nachmixen weg. Die zweite Hilfe kostet gar nichts: Schreib die Mengen auf, die du tatsächlich benutzt hast.

Die Garnitur zuletzt abstimmen

Halte dich beim ersten Versuch an die Garnitur des Rezepts, oder lass sie ganz weg. Eine Zitronenzeste gibt andere Aromen ab als Gurke oder Rosmarin. Zeste heißt die dünn abgeschnittene äußere Schale ohne das weiße Innere. Drücke sie nur leicht über dem fertigen Drink aus. Ein ganzer Kräuterstrauß im Glas verdeckt genau die Balance, die du beurteilen willst. Einen zu süßen oder zu bitteren Ansatz rettet er ohnehin nicht.

Die Schale gibt ihr Öl ab, sobald du sie über dem Glas biegst. Bei gutem Licht siehst du dabei einen feinen Nebel. Darum geht es bei dieser Garnitur. Sie danach ins Glas zu legen, ist nur noch Dekoration. Wer sie bloß hineinwirft, ohne zu drücken, lässt die Wirkung aus.

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