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Kurz erklärt · 3 Minuten Lesezeit

Grünen Tee zubereiten: Muss er bitter schmecken?

Wassertemperatur, Menge und Ziehzeit sinnvoll einstellen statt jede Sorte kochend zu übergießen.

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Die kurze Antwort

Grüner Tee muss nicht unangenehm bitter schmecken. Starte mit den Angaben auf der Packung. Wassertemperatur, Blattmenge und Ziehzeit verändern den Eindruck stark, und alle drei hast du selbst in der Hand.

Grünen Tee zubereiten: Muss er bitter schmecken? — Motiv zum Thema Kaffee & Tee

Nicht jede Sorte gleich behandeln

Die UK Tea & Infusions Association nennt ungefähr 80 Grad als allgemeine Orientierung für grünen Tee. Im selben Atemzug verweist sie auf die Anleitung des Herstellers. Manche Sorten brauchen andere Einstellungen.

„Ungefähr“ ist dabei ernst gemeint. Die Zahl markiert einen Startpunkt und keine Grenze, hinter der der Tee verdirbt. Ein paar Grad mehr oder weniger ruinieren gar nichts.

Eine pauschale Regel wie „immer kochendes Wasser“ passt deshalb nicht zu jeder Packung. Die Packung weiß mehr über den Tee darin als jede allgemeine Zahl.

Warum überhaupt kühler aufgießen? Kochendes Wasser löst die Bitterstoffe schnell und reichlich heraus. Bei 80 Grad bleibt ein Teil davon im Blatt zurück. Die feineren Aromen kommen trotzdem in die Tasse.

Bitterstoffe sind dabei nichts Schlechtes. Sie stecken im Blatt, und ein wenig davon gehört dazu. Es geht nur darum, wie viel davon du herauslöst.

Dein Wasserkocher kann keine Temperatur einstellen? Dann lass das Wasser nach dem Kochen einfach ein paar Minuten offen stehen. Für den Anfang genügt das völlig, und ein neues Gerät brauchst du dafür nicht.

Was du beim zweiten Aufguss änderst

Verändere beim nächsten Aufguss nur eine einzige Größe. Die Ziehzeit ist dafür der einfachste Kandidat. Blattmenge und Wassermenge hältst du fest.

Drehst du an allem gleichzeitig, weißt du hinterher nicht, was geholfen hat. Der Tee ist dann vielleicht besser, aber wiederholen kannst du ihn nicht.

Gieß nach der vorgesehenen Zeit vollständig ab oder nimm das Sieb heraus. Blätter, die in der Tasse liegen bleiben, ziehen weiter. Der letzte Schluck wird dadurch herber als der erste.

Auch die Wassermenge zählt als eigene Größe. Mehr Wasser verdünnt den Aufguss und schiebt die Bitterkeit in den Hintergrund. Der Tee wird dadurch milder, aber auf einem anderen Weg als durch eine kürzere Ziehzeit.

Am meisten lernst du aus einem direkten Vergleich. Setz zwei Aufgüsse derselben Sorte nebeneinander an, einen kürzer und einen länger. Den Unterschied schmeckst du sofort, und niemand muss ihn dir erklären.

Notiere dir die Zeit, die dir gefallen hat, gleich auf der Packung. Beim nächsten Mal beginnst du dort und nicht wieder ganz am Anfang.

Notiere dir am besten auch die Versuche, die nicht geschmeckt haben. Sie sagen dir genauso klar, in welche Richtung du nicht mehr gehen musst. Nach wenigen Aufgüssen kennst du deine Einstellung für diese Sorte.

Kaffee & Tee: Was du beim zweiten Aufguss änderst

Wenn grüner Tee bitter schmeckt

Hinter einem bitteren grünen Tee steckt meist kein Fehler der Sorte. Es ist fast immer eine Einstellung, die sich leicht ändern lässt.

Ändere davon immer nur eine. Zwei Änderungen auf einmal geben dir vielleicht eine bessere Tasse, aber keine Antwort auf die Frage, woran es lag.

Die Packung ist dabei immer der erste Blick. Erst wenn du ihre Angaben wirklich eingehalten hast, lohnt es sich, bewusst davon abzuweichen.

Wenn grüner Tee bitter schmeckt
PrüfenMöglicher nächster Versuch
PackungsangabenMit der dort empfohlenen Menge und Temperatur beginnen.
ZiehzeitBei unveränderten übrigen Größen kürzer ziehen lassen.
Mehrere Veränderungen gleichzeitigZum Ausgangspunkt zurückkehren und nur eine Größe ändern.

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