Die kurze Antwort
Kalthopfung heißt: Der Hopfen kommt erst dazu, wenn nichts mehr kocht — während oder nach der Gärung. So bleibt der Duft im Bier. Das englische Wort dafür ist Dry Hopping.

„Dry“ heißt hier nicht trocken
Dry Hopping beschreibt, wann der Hopfen dazukommt, nicht wie süß das Bier ist. Davon zu unterscheiden ist Wet Hopping: Da geht es um frisch geernteten, noch feuchten Hopfen. Die beiden Wörter beantworten verschiedene Fragen.
Der Grund für das Verfahren ist einfach. Die Duftstoffe im Hopfen sind flüchtig und verdampfen beim Kochen. Wer sie im Bier haben will, gibt den Hopfen zu, wenn nichts mehr kocht. Die Bitterstoffe brauchen dagegen Hitze, um sich zu lösen. Deshalb kann ein kaltgehopftes Bier stark duften und trotzdem wenig bitter sein.
Was „Double Dry Hopped“ nicht verspricht
Double Dry Hopped sagt nur, dass zweimal kalt gehopft wurde. Wie intensiv oder wie gut das Bier ist, steht damit nicht fest. Frag lieber nach dem Stil. Und ein Bier, das stark duftet, muss dir nicht besser schmecken.
Achte auf Lagerung und Frische. Die Hopfenaromen sind empfindlich und mögen es kühl und dunkel. Sammle solche Biere nicht wie Flaschen, die mit den Jahren besser werden. Willst du vergleichen, nimm zwei gleich frische Dosen und nicht eine neue gegen eine, die lange warm stand.
Genau deshalb halten diese Biere nicht lange. Was nicht mitgekocht wurde, ist empfindlich: Licht, Wärme und Zeit bauen die Aromen ab. Ein frisches Abfülldatum und ein kühler Platz bringen hier mehr als die Marke auf dem Etikett.
