Die kurze Antwort
Fang beim Essen an, nicht beim Getränk: Ist es frisch, cremig, geröstet oder scharf? Alkoholfrei ist keine Geschmacksrichtung. Es lässt dir alle Möglichkeiten offen.

Drei alkoholfreie Begleiter zum Testen
Zu mildem Gemüse passt ein ungesüßter Tee, gut gekühlt. Zu einem kräftigen Grillteller kann ein herbes alkoholfreies Bier gut funktionieren. Zu Gebratenem mit Sauce lohnt ein alkoholfreier Rotwein mit etwas Gerbstoff.
Das sind Vorschläge zum Ausprobieren. Entscheidend bleibt die einzelne Flasche und wie das Gericht gemacht ist. Ein Getränk, das zu allem passt, gibt es auch alkoholfrei nicht.
Achte auf die Süße
Ein sehr süßes Getränk überdeckt schnell das ganze Essen. Probier deshalb mit einem vollen Bissen im Mund und schau bei Fertigprodukten auf den Zucker. Beim Entalkoholisieren verändert sich der Stil eines Weins. Derselbe Rebsortenname schmeckt darum nicht wie in der alkoholhaltigen Flasche.
Süße ist hier der häufigste Stolperstein, und sie summiert sich. Ein süßliches Getränk zu einem Gericht mit Honig, Balsamico oder geröstetem Wurzelgemüse wirkt schnell klebrig. Etwas Herbes hält dagegen und lässt sich über ein ganzes Essen trinken.

Gäste sollen keine Notlösung bekommen
Biete das alkoholfreie Getränk genauso an wie jedes andere: richtig temperiert, im passenden Glas, mit einem Satz dazu. Wasser ist dabei vollkommen in Ordnung. Niemand muss süße Limonade trinken, nur weil er keinen Alkohol möchte.
Praktisch heißt das: gleiches Glas, gleiche Sorgfalt bei der Temperatur. Ein guter alkoholfreier Begleiter im Wasserglas wirkt wie zweite Wahl. Im Weinglas serviert, gekühlt und kurz vorgestellt, steht er gleichberechtigt auf dem Tisch. Das kostet nichts und ändert den ganzen Abend.