Zubereitung
- Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
- Die abgemessenen Zutaten hineingeben.
- Behutsam umrühren, bis der Drink kalt ist und sich die Zutaten verbunden haben. Oben etwas Platz für die Garnitur lassen.
Wie schmeckt er?
Kaffee bestimmt den Geschmack. Der Likör bringt ihn mit und dazu die ganze Süße; sie ist deutlich, aber nicht klebrig. Wodka schmeckt für sich nach wenig und macht den Drink vor allem stark und klar. Mehr als zwei Drittel der Flüssigkeit sind Wodka, dagegen stehen nur 20 Milliliter Likör. Säure fehlt völlig, Kohlensäure ebenso. Deshalb wirkt der Black Russian dicht und ruhig, fast wie ein kalter, gesüßter Espresso mit Schärfe. Das Eis im Glas arbeitet mit: Je länger er steht, desto weicher und milder wird er.
Wann passt er?
Der Black Russian passt nach dem Essen, als Abschluss am späten Abend. Wer Kaffee mag, kommt sofort damit zurecht, denn bitter oder sauer schmeckt hier nichts. Vor dem Essen ist er zu süß und zu schwer. Einsteiger sollten ihn langsam trinken: Das Glas ist klein, der Anteil purer Spirituose darin aber hoch.
Worauf es ankommt
Nimm einen großen Eiswürfel oder wenigstens mehrere feste Würfel. Viel Eis schmilzt langsamer, und der Drink bleibt länger so, wie du ihn gebaut hast. Rühre nur kurz, bis das Glas kalt ist. Sahne gehört nicht hinein, denn damit wird ein White Russian daraus. Ist dir das Ergebnis zu süß, nimm beim nächsten Mal etwas weniger Kaffeelikör.

Woher der Drink kommt
Der Black Russian wird dem Bartender Gustave Tops zugeschrieben, der im Brüsseler Hotel Metropole arbeitete. Gemischt haben soll er ihn 1949 für die amerikanische Diplomatin Perle Mesta. Mit Russland hat der Drink trotz seines Namens wenig zu tun. Schwarz steht für die dunkle Kaffeefarbe, russisch für den Wodka. Ein russischer Entstehungsort ist nicht nachgewiesen. Der Name beschreibt also, was im Glas ist, und nicht, woher es kommt. Kurz geblieben ist das Rezept bis heute: zwei Zutaten, mehr braucht es nicht.
