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Lexikon/Cocktails

Wodka · Schütteln

Espresso Martini

Frischer Espresso, Wodka, Kaffeelikör und etwas Zuckersirup, kräftig geschüttelt. Oben sitzt eine feine braune Schaumkrone, darauf drei Kaffeebohnen. Mit dem Gin-Wermut-Martini hat der Drink nur das Glas gemeinsam.

Stand: 17. September 2026 · London, 1980er-Jahre

Espresso Martini im Cocktailschale

Zutaten

  • 50 mlWodka
  • 30 mlKaffeelikör
  • 10 mlZuckersirup
  • 1 Portionstarker Espresso
Glas
Cocktailschale
Methode
Schütteln
Garnitur
3 Kaffeebohnen
Geschmack
kaffee, süß
Kalorien
ca. 230 kcal je Drink

Wie findest du das Rezept?

4,7 · 7 Bewertungen

  • Anne · September 2026

    Für mich sitzt die Balance genau zwischen röstig und samtig und etwas mehr Wucht.

  • Katharina · September 2026

    Der Wodka wirkt nach dem ersten Schluck fast stärker als beim Nachtrinken.

  • Ben · September 2026

    Ich hätte nicht gedacht, dass Wodka so gut mit Espresso und Kaffeelikör funktioniert.

  • Samuel · September 2026

    Ich war bei Espresso und Kaffeelikör erst skeptisch, aber das funktioniert.

  • Kathrin · September 2026

    Der Wodka ist direkt da, aber Espresso und Kaffeelikör bleibt trotzdem schön im Hintergrund.

  • Noah · September 2026

    Ich finde den Drink ziemlich stimmig, nur am Ende fehlt mir etwas. Gerade Wodka macht ihn für mich interessant.

  • Mats · September 2026

    Die Aromen von Espresso und Kaffeelikör bleiben angenehm auf der Zunge.

Zubereitung

  1. Einen kleinen kräftigen Espresso zubereiten und kurz abkühlen lassen. Das Servierglas vorkühlen.
  2. Espresso, Wodka, Kaffeelikör und Sirup mit reichlich festen Eiswürfeln sehr kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins Glas abseihen und die Schaumkrone kurz setzen lassen.
  4. Zum Abschluss garnieren: 3 Kaffeebohnen.

Wie schmeckt er?

Der erste Eindruck ist Kaffee, kräftig geröstet und leicht bitter. Gleich danach kommt die Süße aus dem Kaffeelikör und den 10 Millilitern Sirup. Beides zusammen macht den Drink rund, ohne ihn zu einem Dessert zu machen. Der Wodka bringt wenig eigenen Geschmack mit, dafür aber Wucht: 50 Milliliter sind eine ordentliche Portion. Die Schaumkrone entsteht nur durch das kräftige Schütteln und sorgt dafür, dass der erste Schluck weich über die Zunge läuft. Im Nachhall bleibt die Röstbitterkeit, ähnlich wie bei einem starken Espresso ohne Milch.

Wann passt er?

Dieser Cocktail gehört ans Ende des Abends, nach dem Essen oder statt Nachtisch. Kaffeetrinker verstehen ihn sofort, auch ohne Cocktailerfahrung. Süße und Röstaromen verdecken den Alkohol gut, stark ist er trotzdem. Wer abends keinen Kaffee mehr trinkt, sollte daran denken: Espresso bleibt Espresso. Und wer Kaffee grundsätzlich nicht mag, wird hier nicht glücklich, denn Kaffee ist der ganze Punkt.

Worauf es ankommt

Der Espresso muss frisch sein und darf kurz abkühlen, bevor er in den Shaker kommt. Kochend heiß schmilzt er das Eis sofort, und der Drink wird wässrig. Kalter Kaffee vom Vortag bringt dagegen keinen Schaum mehr. Schüttle danach richtig fest, bis der Shaker außen beschlägt: Die Krone entsteht allein durch Luft, die du ins Getränk schlägst. Rühren reicht dafür nicht.

Espresso Martini — Detail

Woher der Drink kommt

Dick Bradsell mixte den Vorläufer dieses Drinks in den 1980er-Jahren in London. Damals hieß er Vodka Espresso. Später kam die Mode auf, Wodkacocktails in Martinigläsern zu servieren, und der Name wechselte mit. Dazu gehört auch die oft erzählte Bestellung eines Models an der Bar. Wer das gewesen sein soll, ist nicht verlässlich geklärt. Die Geschichte bleibt also eine Anekdote. Den Charakter des Drinks erklären frischer Kaffee und kräftiges Schütteln ohnehin besser als jede Prominentenlegende.

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