Zubereitung
- Alle flüssigen Zutaten mit zunächst wenig Salz, Pfeffer und Tabasco in ein Rührglas geben.
- Mit Eis behutsam rühren. Würze vorsichtig abschmecken und bei Bedarf ergänzen.
- In den Tumbler abseihen. Für eine lange Servierweise ein Highballglas mit frischem Eis verwenden.
- Zum Abschluss garnieren: Selleriestange und Zitronenspalte nach Wunsch.
Wie schmeckt er?
Tomatensaft macht den Anfang: dick, herzhaft und ganz leicht süßlich. Zitrone bringt Säure dazu und hebt die Tomate an, damit sie nicht pappig wirkt. Die Würze folgt sofort danach. Worcestershiresauce schmeckt salzig und kräftig, Selleriesalz und Pfeffer ziehen in dieselbe Richtung. Tabasco legt Schärfe darüber, und zwar genau so viel, wie du hineingibst. Der Wodka bleibt im Hintergrund und schmeckt kaum durch. Auf 45 Milliliter Wodka kommen 90 Milliliter Tomatensaft, deshalb wirkt das Glas eher wie ein kaltes, herzhaftes Getränk als wie ein starker Cocktail.
Wann passt er?
Die Bloody Mary ist der Cocktail für den Brunch. Sie passt zum späten Frühstück, vor einem herzhaften Essen oder zu etwas Salzigem. Wer süße Drinks sucht, liegt hier falsch, denn im Glas sind Tomate, Salz und Pfeffer. Einsteiger tasten sich gut heran, weil sie Schärfe und Würze selbst bestimmen. Ohne Freude an Tomatensaft wird das allerdings nichts.
Worauf es ankommt
Würze in kleinen Schritten und probiere nach jedem Schritt. Salz und Schärfe bekommst du nicht mehr aus dem Glas heraus; dann hilft nur noch mehr Tomatensaft. Worcestershiresauce enthält häufig Fisch. Wenn du sie ersetzt, lies die Zutatenliste des Ersatzes und würze danach noch vorsichtiger. Rühre behutsam mit Eis, so wie es in der Zubereitung steht: Hartes Schütteln macht den Tomatensaft schaumig.

Woher der Drink kommt
Woher die Bloody Mary kommt, ist umstritten. In den bekannten Darstellungen tauchen Fernand Petiot und George Jessel auf, dort allerdings in verschiedenen Rollen. Dabei lohnt es, zwei Dinge zu trennen: die einfache Mischung aus Wodka und Tomatensaft und die spätere, kräftig gewürzte Form. Genau diese Entwicklung erklärt, warum sich heutige Rezepte bei Schärfe, Säure und Garnitur so stark unterscheiden. Eine einzelne Szene mit einem prominenten Gast taugt jedenfalls nicht als alleiniger Ursprung.
