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Wodka · Schütteln

Spicy Fifty

Ein kurzer Wodka-Cocktail mit Vanille, Holunderblüte, Limette und Honig. Zwei dünne Chilischeiben geben ihm Schärfe. Zuerst schmeckst du süße Blüte und Zitrus, die Schärfe kommt erst nach dem Schlucken.

Stand: · London, 2004/2005

Spicy Fifty im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Zutaten einschließlich der sehr dünnen Chilischeiben im Shaker abmessen.
  2. Mit reichlich Eis kräftig schütteln.
  3. Durch Barsieb und feines Sieb in eine gekühlte Cocktailschale abseihen, damit keine Chilistücke zurückbleiben.
  4. Zum Abschluss garnieren: kleine rote Chilischote.

Wie schmeckt er?

Der erste Schluck ist süß und blumig. Das kommt vom Holunderblüten-Cordial, einem gesüßten Blütensirup, und vom Vanillewodka. Honigsirup legt noch eine runde Süße darunter. Dagegen arbeitet die Limette: Sie macht den Drink sauer genug, damit er nicht klebt. Der Wodka selbst schmeckt kaum, er trägt nur die Vanille. Erst zum Schluss meldet sich die Chili. Sie brennt nicht scharf los, sie wärmt eher, und das hält noch ein paar Sekunden an. Mit 50 Millilitern Wodka ist der Drink kräftig, auch wenn er weich schmeckt.

Wann passt er?

Der Spicy Fifty passt vor dem Essen oder am frühen Abend. Er ist süß und duftig, gleichzeitig scharf, und das mögen nicht alle. Probier ihn, wenn du Chili im Essen magst. Einsteiger kommen gut zurecht, weil nichts bitter ist. Wer Schärfe nicht ausstehen kann, sollte die Finger davon lassen: Zwei Scheiben Chili sind deutlich zu schmecken.

Worauf es ankommt

Chilis sind unterschiedlich scharf, auch innerhalb derselben Sorte. Schneide die Scheiben sehr dünn und fang lieber mit weniger an. Nachwürzen geht, zurücknehmen nicht. Seihe am Ende durch ein feines Sieb ab, sonst landen Stücke im Glas und werden mitgetrunken. Und achte beim Einkauf auf das Richtige: Holunderblüten-Cordial ist ein gesüßter Mixer, kein Likör mit Alkohol.

Spicy Fifty — Detail

Woher der Drink kommt

Salvatore Calabrese hat den Spicy Fifty für sein Londoner Barprojekt Fifty gebaut, das 2005 eröffnete. Der Name der Bar steckt im Namen des Drinks. Die Idee, Chili mit süßen und duftigen Zutaten zusammenzubringen, kam aus der Küche. Vanille, Holunderblüte, Honig und Limette sind deshalb kein zufälliger Mix: Sie bauen der Schärfe einen weichen und frischen Rahmen. Ohne sie wäre der Drink einfach nur scharf. Mit ihnen wirkt die Chili wie ein Gewürz, das du mitschmeckst, statt wie eine Mutprobe.

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