Zubereitung
- Limettenspalten und Zucker im Tumbler sanft andrücken, bis Saft austritt.
- Das Glas mit grob zerstoßenem Eis füllen und Cachaça hinzufügen.
- Von unten nach oben verrühren, damit sich Zucker, Saft und Brand verteilen.
Wie schmeckt er?
Zuerst schmeckst du die Limette. Sie ist klar sauer, weil du den Saft direkt aus den Spalten drückst. Der Zucker fängt diese Säure auf, ohne sie zu verstecken. Dahinter kommt der Cachaça, und der bleibt deutlich erkennbar. Er drängt sich nach vorn, statt unter der Frucht zu verschwinden. Mit 60 Millilitern Brand und ohne Saft oder Soda zum Auffüllen trinkt sich die Caipirinha kräftig. Aus der Limettenschale kommt eine feine Bitterkeit dazu. Das zerstoßene Eis schmilzt schnell, deshalb wird der Drink gegen Ende weicher und milder.
Wann passt er?
Die Caipirinha passt an warmen Abenden und zum Start in die Nacht. Einsteiger kommen gut zurecht, denn Limette und Zucker schmecken vertraut. Unterschätze sie trotzdem nicht: Im Glas stecken 60 Milliliter Brand, verdünnt nur mit Eis. Wer Säure nicht mag, greift besser zu etwas anderem. Zum Essen passt sie schlecht, davor umso besser.
Worauf es ankommt
Drücke die Limettenspalten nur sanft an. Zerreibst du sie zu Brei, kommt zu viel Bitterstoff aus der Schale in den Drink. Ein paar ruhige Stöße reichen, bis der Saft austritt. Rühre danach von unten nach oben durch. Sonst bleibt der Zucker am Boden liegen, und der erste Schluck schmeckt sauer, der letzte süß.

Woher der Drink kommt
Die Caipirinha kommt aus Brasilien. Eng verbunden ist sie mit dem ländlichen Umfeld von São Paulo und mit dem Cachaça selbst. Wer den Drink erfunden hat, lässt sich nicht sagen. Es gibt mehrere Erzählungen, darunter solche, in denen die Mischung gegen Krankheit helfen soll. Belegt ist davon nichts, und eine feste Jahreszahl fehlt ebenfalls. Sicher ist nur, wofür sie steht: für die brasilianische Kultur des Zuckerrohrbrands. Limette und Zucker treten dabei zu einem Brand, der schon allein viel Geschmack mitbringt.
