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Gin · Schütteln

Bramble

Ein Gin Sour auf zerstoßenem Eis, über den zum Schluss Brombeerlikör läuft. Der Bramble schmeckt frisch und sauer, und die dunkle Frucht zieht beim Trinken langsam nach unten.

Stand: · London, 1980er-Jahre

Bramble im Tumbler

Zubereitung

  1. Gin, Zitrone und Zuckersirup mit Eis kräftig schütteln; den Brombeerlikör zurückhalten.
  2. In einen vorgekühlten, mit zerstoßenem Eis gefüllten Tumbler abseihen.
  3. Crème de Mûre langsam kreisförmig über die Oberfläche gießen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Brombeeren und Zitronenscheibe nach Wunsch.

Wie schmeckt er?

Am Anfang schmeckst du den Sour: Zitrone macht ihn sauer, Zuckersirup nimmt der Säure die Spitze, und der Gin steht mit Wacholder dahinter. Der Brombeerlikör liegt zunächst nur obenauf. Die ersten Schlucke sind deshalb hell und frisch, die späteren werden fruchtiger und süßer. Am Ende ist das ganze Glas dunkel gefärbt und schmeckt deutlich nach Beere. Das zerstoßene Eis kühlt stark und wässert mit, dadurch trinkt sich der Bramble leicht. Kräftig ist er trotzdem, denn 50 Milliliter Gin sind eine ganze Portion.

Wann passt er?

Der Bramble ist ein Sommerdrink für den Nachmittag oder den frühen Abend. Das viele Eis macht ihn erfrischend, die Beere macht ihn zugänglich. Einsteiger mögen ihn oft sofort, weil nichts bitter schmeckt und die Säure abgefedert ist. Wer es ganz trocken mag, wird ihn etwas süß finden. Vor dem Essen passt er gut, danach eher weniger.

Worauf es ankommt

Gieße den Brombeerlikör ganz zum Schluss langsam im Kreis über das Eis. Er soll beim Trinken von oben nach unten wandern, und genau darin liegt die Idee. Rührst du sofort kräftig um, ist dieser Verlauf weg und jeder Schluck schmeckt gleich. Fülle den Tumbler wirklich voll mit zerstoßenem Eis. Bei zu wenig Eis sackt der Likör sofort auf den Boden.

Bramble — Detail

Woher der Drink kommt

Dick Bradsell hat den Bramble in den 1980er-Jahren im Londoner Fred’s Club entwickelt. Die Brombeere gab ihm seine britisch anmutende Fruchtrichtung und seinen Namen. Der Likör, der langsam über das zerstoßene Eis läuft, ist dabei weder Farbtupfer noch Dekoration. Er gehört zur Idee: Ein vertrauter Gin Sour bekommt eine Beerenkomponente, die man Schluck für Schluck stärker schmeckt. Aus einem bekannten Bauprinzip wurde so ein eigener Drink, den man sofort wiedererkennt.

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