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Cognac · Gin · Schütteln

Suffering Bastard

Ein langer, würziger Drink mit zwei Spirituosen: Weinbrand und Gin teilen sich das Glas. Limette und Angostura Bitters ergänzen sie, Ginger Beer füllt auf. Scharf-würzig durch den Ingwer, frisch durch die Limette.

Stand: · Kairo, 1942

Suffering Bastard im Collinsglas

Zubereitung

  1. Brandy, Gin, Limettensaft und Bitters mit Eis kräftig schütteln. Ginger Beer zurückhalten.
  2. Mit dem Eis ins Collinsglas geben.
  3. Mit kaltem Ginger Beer auffüllen und behutsam verbinden.
  4. Zum Abschluss garnieren: Minzzweig und Orangenscheibe nach Wunsch.

Wie schmeckt er?

Der erste Schluck ist scharf und würzig. Das macht das Ginger Beer, ein kräftiger Ingwer-Mixer mit Kohlensäure. Gleich danach kommt die Limette und zieht alles frisch. Erst im Hintergrund merkst du die beiden Spirituosen: Weinbrand bringt eine weiche Fruchtsüße, Gin den Wacholder und seine Kräuter. Die Bitters legen eine dunkle Gewürznote darüber und halten die beiden Basen zusammen. 60 Milliliter Spirituose stecken im Glas, verlängert mit Ginger Beer und Eis. Der Drink schmeckt deshalb lang und trinkbar, ist aber alles andere als schwach.

Wann passt er?

Ein Drink für den Abend und für Gäste, die schon ein paar Cocktails kennen. Er ist lang und erfrischend, trotzdem stecken zwei volle Spirituosen darin. Wer Ingwerlimonade mag, kommt hier sofort klar. Bitter ist nichts daran, süß auch nicht besonders. Mögen musst du vor allem die Schärfe des Ingwers, denn die trägt den ganzen Drink.

Worauf es ankommt

Das Ginger Beer bleibt beim Schütteln draußen. Kohlensäure im geschlossenen Shaker baut Druck auf, und beim Öffnen spritzt dir die Mischung entgegen. Schüttle also erst Weinbrand, Gin, Limette und Bitters, kipp alles samt Eis ins Collinsglas und füll dann auf. Beim Namen noch ein Wort: Er spielt mit dem Gedanken an ein Heilmittel. Alkohol hilft aber weder gegen Kater noch gegen Beschwerden.

Suffering Bastard — Detail

Woher der Drink kommt

Joe Scialom mixte den Suffering Bastard 1942 im Shepheard’s Hotel in Kairo. Die Idee war ungewöhnlich: Zwei Spirituosen aus verschiedenen Welten, Weinbrand und Gin, teilen sich ein Glas. Limette, Bitters und Ingwer verbinden sie. Um den Drink ranken sich Geschichten über eine belebende Wirkung. Sie gehören zur Erzählung und sind kein Beleg. Später tauchten Tiki-Versionen unter demselben Namen auf, die anders aufgebaut sind. Das Rezept hier folgt der ursprünglichen Richtung. Der Name ist drastisch, der Drink selbst ist freundlich.

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