Zubereitung
- Alle Zutaten ins hohe Glas geben und das Glas etwa zur Hälfte mit kleinem oder zerstoßenem Eis füllen.
- Mit einem Swizzlestick oder langen Löffel kräftig durchmischen, bis das Glas sehr kalt ist.
- Mit weiterem Eis auffüllen und sofort servieren.
- Zum Abschluss garnieren: Minze und geriebene Muskatnuss.
Wie schmeckt er?
Der Kräuterlikör bestimmt alles. Grüne Chartreuse schmeckt intensiv nach Kräutern, dazu süß und kräftig im Alkohol, und mit 45 Millilitern ist sie die größte Menge im Glas. Die Ananas bringt weiche Frucht mit, die Limette drückt mit klarer Säure dagegen. Falernum legt Gewürz und weitere Süße dazu. Zerstoßenes Eis kühlt stark und verdünnt schnell, deshalb wirkt das Ganze lang und trinkbar. Süße und Säure halten sich gut die Waage. Die Minze duftet vor dem ersten Schluck, die geriebene Muskatnuss würzt den Abgang.
Wann passt er?
Der Swizzle passt in den Sommer und auf die Terrasse. Gedacht ist er für Neugierige, denn Chartreuse schmeckt eigenwillig und teilt die Meinungen. Wer Kräuterlikör bisher nur als Schnaps nach dem Essen kennt, erlebt hier eine andere Seite. Einsteiger mit Scheu vor Herbem tun sich schwer. Trotz aller Frucht bleibt das ein starker Drink.
Worauf es ankommt
Nimm die grüne Chartreuse und nicht die gelbe. Beide schmecken verschieden, und dieses Rezept ist auf die grüne gebaut. Probiere auch dein Falernum vorab pur. Die Marken fallen unterschiedlich süß und unterschiedlich stark aus, und das verschiebt die ganze Balance. Rühre so lange, bis das Glas außen beschlägt. Erst dann ist genug Eis geschmolzen.

Woher der Drink kommt
Dieser Cocktail ist jung. Marco Dionysos entwickelte ihn 2002 in San Francisco. Sein Einfall war einfach und ungewöhnlich zugleich: Er setzte einen kräftigen Kräuterlikör an die Stelle, an der sonst Rum steht. Alles andere blieb so, wie man es aus tropischen Swizzles kennt. Ananas, Limette, Falernum und viel zerstoßenes Eis geben dem Drink seine Form, dazu kommt die alte Rührtechnik mit dem Stab. So hängt ein neuer Cocktail sichtbar an einer viel älteren Machart.
