Zubereitung
- Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
- Die abgemessenen Zutaten hineingeben.
- Behutsam umrühren, bis sich die Zutaten verbinden. Bei Zutaten zum Auffüllen etwas Platz für die Garnitur lassen.
- Zum Abschluss garnieren: Orangenspalte.
Wie schmeckt er?
Der erste Schluck ist bitter und fruchtig zugleich. Campari bringt die Bitterkeit und eine kräftige Kräuternote, der Orangensaft legt Süße und Säure darüber. Mit 120 Millilitern Saft auf 45 Milliliter Campari überwiegt klar die Frucht, die Bitterkeit steht dahinter und wird erst im Abgang wieder deutlich. Zucker kommt keiner dazu, die Süße stammt allein aus der Orange. Deshalb schwankt der Geschmack mit den Früchten: Reife Orangen machen den Drink weicher, sehr saure lassen ihn schärfer wirken. Aufgeschlagener Saft legt sich als feiner Schaum auf die Zunge und dämpft die Bitterkeit zusätzlich.
Wann passt er?
Der Garibaldi ist ein Aperitif und gehört an den Anfang des Abends. Er ist leicht gebaut: viel Saft, wenig Alkohol, dazu reichlich Eis. Einsteiger kommen damit besser zurecht als mit purem Bitteraperitif, weil die Orange einiges an Schärfe wegnimmt. Wer gar nichts Bitteres mag, wird ihn trotzdem nicht lieben. Für alle anderen ist er einer der einfachsten Wege in die Welt der bitteren Drinks.
Worauf es ankommt
Der Saft muss frisch gepresst sein, alles andere schmeckt nach Dose. Schlag ihn vor dem Eingießen kurz luftig auf, mit dem Shaker ohne Eis oder mit einem kleinen Milchaufschäumer. Der Drink bekommt dadurch eine cremige Krone und wirkt weicher, obwohl sich an den Zutaten nichts ändert. Zucker brauchst du nicht, die Orange bringt genug mit. Fülle das Glas bis oben mit Eis, sonst wird der Drink schnell warm.

Woher der Drink kommt
Der Drink trägt den Namen von Giuseppe Garibaldi, einer zentralen Figur der italienischen Einigungsbewegung. Er verbindet italienischen Bitteraperitif mit Orange und gehört damit fest zur Aperitifkultur. Zwei Zutaten und Eis, mehr verlangt das Rezept nicht. Moderne Bars haben ihn wieder ernst genommen und vor allem an der Textur gearbeitet: Sie schlagen den Orangensaft luftig auf. Das ändert keine einzige Zutat, aber das Mundgefühl komplett. Genau daran sieht man, wie viel Technik in einem angeblich simplen Drink stecken kann.
