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Likör · Im Glas

Fernandito

Fernet-Branca und Cola, mehr braucht dieser Longdrink nicht. Er kommt dunkel und kräftig kräutrig ins Glas, mit Süße von der Cola und viel Kohlensäure. Du baust ihn direkt im Glas auf Eis.

Stand: · Argentinien, besonders Córdoba

Fernandito im großer Tumbler

Zubereitung

  1. Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
  2. Die abgemessenen Zutaten hineingeben. Cola kommt zum Schluss dazu und wird langsam angegossen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
  3. Behutsam umrühren, bis sich die Zutaten verbinden. Bei Zutaten zum Auffüllen etwas Platz für die Garnitur lassen.

Wie schmeckt er?

Bitter ist hier kein Nebenton, sondern die Hauptsache. Fernet-Branca schmeckt nach Kräutern und Minze, und beides bleibt auch dann deutlich, wenn viel Cola dazukommt. Die Cola bringt Süße und Karamellnoten, die den Kräutern etwas von ihrer Härte nehmen. Kohlensäure prickelt und macht den Drink leicht, obwohl 50 Milliliter Fernet drinstecken. Im Abgang kommt die Bitterkeit zurück und bleibt lange stehen, fast wie nach einem Kräuterbonbon. Wenn das Eis schmilzt, wird der Drink milder und die Minze tritt stärker hervor.

Wann passt er?

In Argentinien ist das ein Alltagsgetränk, bei uns polarisiert es. Der erste Schluck schmeckt für viele nach Medizin, und das legt sich erst nach ein paar Versuchen. Einsteiger sollten mit weniger Fernet und mehr Cola anfangen. Wer Bitteres mag, etwa dunkle Schokolade oder bittere Aperitifs, findet hier schnell Gefallen. Gut passt der Drink nach dem Essen oder an einem langen Abend.

Worauf es ankommt

Gieß die Cola langsam am Löffelrücken oder an der Glaswand entlang ein. Fernet und Kohlensäure schäumen sonst heftig auf, und der halbe Drink steht als Schaum im Glas. Nimm große, feste Eiswürfel, sie schmelzen langsamer und halten die Kohlensäure länger. Rühren musst du kaum, ein einziger Zug mit dem Löffel reicht. Zu viel Bewegung treibt die Kohlensäure aus.

Fernandito — Detail

Woher der Drink kommt

Fernet mit Cola gehört in Argentinien zum Alltag, besonders in Córdoba. Aus einem italienischen Bitterlikör ist dort eine eigene Trinkkultur geworden. Wer die Mischung zuerst gebaut hat, weiß niemand genau: Es kursieren verschiedene Namen und verschiedene Jahrzehnte. Eine gesicherte Erfindung gibt es also nicht. Interessant bleibt der Vorgang selbst. Ein Produkt wird importiert, und in einem anderen Land bekommt es eine neue, ganz alltägliche Rolle. Genau das macht den Fernandito zu mehr als einem einfachen Mixgetränk.

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