Zubereitung
- Das Weinglas großzügig mit Eis füllen.
- Gekühlten Prosecco und Aperol eingießen, dann einen kleinen Schuss Soda ergänzen.
- Einmal behutsam von unten nach oben verrühren.
- Zum Abschluss garnieren: Orangenscheibe.
Wie schmeckt er?
Zuerst kommt Kohlensäure und Kälte, dann eine Orangennote mit Bitterkeit dahinter. Die Bitterkeit stammt aus dem Aperol und ist mild, sie kratzt nicht. Der Prosecco bringt Säure und feine Bläschen mit, das Soda verdünnt zusätzlich. Dadurch wirkt der Spritz leicht und erfrischend. Viel Eis hält ihn kalt und macht ihn mit der Zeit noch wässriger, was hier gewollt ist. Süße und Bitterkeit halten sich die Waage. Im Glas stecken nur Schaumwein und Likör, keine Spirituose. Deshalb schmeckst du den Alkohol kaum heraus. Am Ende bleibt ein trockener, leicht bitterer Rest auf der Zunge.
Wann passt er?
Der Spritz ist der Klassiker für den frühen Abend. Bestell ihn vor dem Essen, auf der Terrasse, bei Sonne. Er ist leicht genug, dass du ihn eine Stunde lang trinken kannst. Einsteiger mögen ihn oft sofort, weil er süß genug ist und nach Orange schmeckt. Wer Bitteres gar nicht mag, wird allerdings auch hier die Bitterkeit merken.
Worauf es ankommt
Alles muss kalt sein, bevor es ins Glas kommt: Prosecco, Aperol und Soda. Warme Zutaten schmelzen das Eis sofort, und der Drink wird wässrig. Füll das Weinglas großzügig mit Eis, nicht sparsam. Rühr danach nur einmal kurz von unten nach oben, sonst geht die Kohlensäure verloren. Beim Soda reicht ein kleiner Schuss; mehr verdünnt die Mischung zu stark.

Woher der Drink kommt
Der Spritz kommt aus der Aperitif-Kultur Norditaliens. Am Anfang stand dort die einfache Idee, Wein mit Wasser oder Soda zu verlängern. Später kamen Bitteraperitifs und Schaumwein dazu. So entstanden viele Fassungen, je nach Region und je nach Marke. Die Version mit Aperol ist eine davon und nicht die einzige. Wer in Italien einen Spritz bestellt, bekommt deshalb nicht überall dasselbe Glas. Bekannt geworden ist diese Fassung durch drei Dinge: bittersüße Orange, Kohlensäure und sehr viel Eis.
