Zubereitung
- Basilikumblätter mit Gin, Zitronensaft und Sirup in den Shaker geben.
- Mit reichlich Eis sehr kräftig schütteln, damit die Blätter Aroma abgeben.
- Durch Barsieb und feines Küchensieb in eine gekühlte Cocktailschale abseihen.
Wie schmeckt er?
Basilikum riecht man schon, bevor man trinkt. Im Mund kommt zuerst die Zitrone, spitz und klar, direkt danach fängt der Zuckersirup sie wieder ein. Beide stehen mit je 22,5 Millilitern gleichauf, deshalb wirkt der Drink weder sauer noch süß, sondern gespannt. Der Gin trägt mit 60 Millilitern kräftig, sein Wacholder passt gut zum Kraut. Das Basilikum schmeckt man vor allem hinten heraus, leicht pfeffrig und grün. Im Abgang bleibt diese Kräuternote lange stehen. Kalt und ohne Eis serviert, wirkt der Cocktail konzentriert und frisch zugleich.
Wann passt er?
Dieser Cocktail passt an einen Sommerabend und vor das Essen. Er schmeckt frisch, kräutrig und nicht süßlich, deshalb mögen ihn auch Leute, die fruchtige Drinks langweilig finden. Einsteiger kommen gut zurecht, sollten aber wissen: 60 Milliliter Gin sind kein Leichtgewicht. Wer Basilikum im Essen nicht mag, wird ihn auch im Glas nicht mögen, denn das Kraut steht klar im Vordergrund.
Worauf es ankommt
Nimm frisches Basilikum ohne welke oder dunkle Blätter, sie schmecken bitter. Stampfe die Blätter nicht mit dem Stößel, sondern schüttle sie kräftig mit: Zu viel Druck presst Bitterstoffe aus den Stielen. Seihe danach doppelt ab, also durch das Barsieb und zusätzlich durch ein feines Küchensieb. Sonst schwimmen grüne Fetzen im Glas und bleiben zwischen den Zähnen hängen.

Woher der Drink kommt
Jörg Meyer hat den Gin Basil Smash 2008 in Hamburg entwickelt, in der Bar Le Lion. Zuerst hieß der Drink Gin Pesto, erst später setzte sich der heutige Name durch. Die Idee dahinter ist alt: frische Kräuter in einen Sour geben. Neu war, dafür Basilikum zu nehmen. Über die Barszene verbreitete sich das Rezept schnell und steht heute auf Karten in vielen Ländern. Bei diesem Cocktail weiß man also genau, wer ihn wann gebaut hat. Die meisten alten Klassiker sind da viel unschärfer.
