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Gin · Schütteln

Last Word

Vier Zutaten zu gleichen Teilen: Gin, grüner Kräuterlikör, Kirschlikör und frische Limette. Daraus wird ein kurzer, kräftiger Drink, der süß, sauer und würzig zugleich schmeckt. Erstaunlich viel Geschmack für so wenig Aufwand.

Stand: · Detroit, frühes 20. Jahrhundert

Last Word im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.

Wie schmeckt er?

Der erste Schluck ist eine Menge auf einmal. Die Limette bringt harte Säure, der Kirschlikör antwortet mit Süße, und die grüne Chartreuse legt eine intensive Kräuterwürze darüber. Dieser Kräuterlikör ist die auffälligste Zutat; er schmeckt scharf, würzig und ein wenig süß. Der Gin mit seinem Wacholder verbindet das alles. Weil alle vier Teile gleich groß sind, drängt sich nichts nach vorn, aber auch nichts zurück. Der Drink ist kurz, eiskalt und stark: Drei der vier Zutaten enthalten Alkohol. Im Nachhall bleiben Kräuter und Limette lange stehen.

Wann passt er?

Nichts für nebenbei. Der Last Word ist klein, stark und sehr aromatisch, du trinkst ihn in Ruhe und in kleinen Schlucken. Wer Kräuterlikör mag, wird ihn mögen. Als Drink vor dem Essen weckt er den Appetit, spät am Abend funktioniert er genauso. Einsteiger sollten vorher einmal an der Chartreuse riechen; sie entscheidet, ob das Ganze gefällt.

Worauf es ankommt

Miss genau ab. Gleiche Teile sind hier das ganze Rezept; schon fünf Milliliter mehr Chartreuse walzen die anderen drei Zutaten nieder. Gelbe Chartreuse ist milder und anders gewürzt, sie ergibt einen anderen Drink. Presse die Limette frisch. Schüttle kräftig und seihe sofort ab, damit der Drink eiskalt ins Glas kommt und nicht im Shaker verwässert.

Last Word — Detail

Woher der Drink kommt

Der Last Word gehört zum Detroit Athletic Club und ist dort schon 1916 mit Namen belegt. Eine später veröffentlichte Rezeptfassung machte die Mischung aus gleichen Teilen nachvollziehbar. In moderne Bars kehrte der Drink erst viel später zurück. Sein Beispiel zeigt, wie ältere Rezepte wiederentdeckt werden. Heute ist er ein Vorbild für neue Cocktails aus gleichen Teilen: zwei kräftige Liköre, eine Spirituose und Zitrussaft in einer Reihe. Vier gleiche Mengen sind leicht zu merken, das hilft beim Nachbauen.

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