Zum Inhalt

Wodka · Schütteln

Lemon Drop Martini

Ein kurzer Zitruscocktail aus Wodka, Orangenlikör und frischer Zitrone. Der Name führt in die Irre: Wermut kommt keiner hinein, das hier ist ein geschüttelter Sour im Cocktailglas.

Stand: · San Francisco und spätere Martini-Mode

Lemon Drop Martini im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.

Wie schmeckt er?

Zitrone zuerst, deutlich und sauer. Gleich danach kommt die Süße, und zwar allein aus dem Orangenlikör. Er bringt neben Zucker auch eine Orangenschalennote mit, die man gut herausschmeckt. Der Wodka hat wenig Eigengeschmack, er sorgt vor allem für Stärke und lässt die Zitrusfrüchte vorn. Insgesamt ist der Drink klein, kalt und klar im Geschmack: sauer, süß, fertig. Bitterkeit fehlt, Kräuter fehlen auch. Durch das kräftige Schütteln bekommt er eine leichte Frische auf der Zunge und wirkt weniger streng, als die Zutatenliste vermuten lässt.

Wann passt er?

Ein Einsteigerdrink. Wer Cocktails bisher nur vom Hörensagen kennt, kommt hier gut an, weil Zitrone und Orangenlikör vertraut schmecken. Er passt vor dem Essen und auf Feiern. Kenner finden ihn vielleicht zu simpel, dafür gibt es hier nichts zu lernen. Klein heißt hier nicht schwach: Fünfzig Milliliter Spirituose und Likör stecken im Glas, ohne dass etwas zum Auffüllen dazukommt.

Worauf es ankommt

Die Süße kommt hier allein aus dem Orangenlikör. Wer noch Zuckersirup dazugibt, macht aus dem Drink Limonade. Presse die Zitrone frisch, alles andere fällt bei drei Zutaten sofort auf. Ein Zuckerrand am Glas ist verbreitet, gehört aber nicht zum Grundrezept; er macht jeden Schluck süßer. Schüttle kurz und kräftig und seihe ins vorgekühlte Glas ab.

Lemon Drop Martini — Detail

Woher der Drink kommt

Der Lemon Drop wird auf Norman Jay Hobday und seine Bar Henry Africa’s in San Francisco zurückgeführt, in den 1970er-Jahren. Die Fassung im Cocktailglas kam später dazu, im Umfeld der Wodkacocktail-Mode. Der Name erinnert an Zitronenbonbons, und genau so ist der Drink gebaut: süß und sauer zugleich. Feste Mengen gehören allerdings nicht dazu. Manche Rezepte arbeiten mit mehr Zitrone, andere mit einem Zuckerrand. Der Kern bleibt gleich, die Ausführung ist Geschmackssache.

Dazu passt dieses Wissen

In derselben Richtung

Das könnte dir auch schmecken.

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.