Zubereitung
- Rum, Minze, Limettensaft, Sirup und Bitters mit Eis kräftig schütteln. Schaumwein zurückhalten.
- Durch ein Barsieb und ein feines Sieb in eine gekühlte Cocktailschale abseihen.
- Mit kaltem Schaumwein ergänzen.
- Zum Abschluss garnieren: Minzzweig.
Wie schmeckt er?
Zuerst kommt die Kohlensäure, dann die Minze. Beides wirkt frisch und leicht. Dahinter schmeckt man die Limette, klar sauer, und den Zuckersirup, der davon einiges abfängt. Der gereifte Rum bringt Karamell und Holz mit, die Bitters legen eine würzige, fast nelkenartige Note darüber. Mit 45 Millilitern Rum und nur 60 Millilitern Schaumwein ist der Drink stärker, als er sich anfühlt. Er bleibt bis zum letzten Schluck kalt und lebendig, weil kein Eis im Glas schmilzt und ihn verwässert.
Wann passt er?
Der Old Cuban passt gut zum Anstoßen, vor dem Essen oder zum Start eines Abends. Er sieht festlich aus und schmeckt trotzdem nicht nach Dessert. Für Einsteiger ist er angenehm, weil Minze und Kohlensäure den Alkohol weich wirken lassen. Genau darin liegt die Falle: Er trinkt sich schnell. Wer Mojito mag, aber etwas Erwachseneres sucht, ist hier richtig.
Worauf es ankommt
Seihe den Drink doppelt ab, also durch das Barsieb und zusätzlich durch ein feines Teesieb. Sonst schwimmen zerfetzte Minzblätter im Glas und bleiben an den Zähnen hängen. Den Schaumwein gibst du erst im Glas dazu, nie in den Shaker. Nimm ihn trocken: Ein süßer Prosecco addiert sich auf die 30 Milliliter Sirup und macht den Drink klebrig.

Woher der Drink kommt
Audrey Saunders entwickelte den Old Cuban in New York in den frühen 2000er-Jahren. Sie nahm das Muster eines Minz-Rum-Sours und setzte Schaumwein obendrauf. Gereifter Rum und Angostura geben dem Ganzen mehr Tiefe, als ein heller Rum es könnte. Der Name führt leicht in die Irre. Alt ist an diesem Drink nichts, und eine überlieferte kubanische Rezeptur steckt auch nicht dahinter. Er ist ein moderner Barcocktail, der bekannte Bausteine neu zusammensetzt. Genau das erklärt, warum er vertraut und zugleich anders schmeckt.
